Psychische Probleme im Alter
Shownotes
Depressionen und Demenz – nur zwei der psychischen Erkrankungen, die in höherem Alter verbreitet sind. Wie lassen die sich behandeln und kann ein Medikament gegen Demenz künftig helfen? In Göttingen gibt es genau für solche Fragen jetzt neu die „Fachambulanz 50 Plus“. Dr. Christiane Walter, Chefärztin der Gerontopsychiatrie und Neuropsychiatrie des Asklepios Fachklinikums Göttingen, verrät was die Besonderheiten in der Versorgung sind.
Dr. Christiane Walter, Chefärztin der Gerontopsychiatrie und Neuropsychiatrie des Asklepios Fachklinikums Göttingen: https://www.asklepios.com/goettingen/abteilungen-spezialistinnen/spezialistensuche/profil/dr-med-christiane-walter-20119
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00:00:04: Das ist ja eine chronische Erkrankung und sie brauchen einfach Unterstützung und Hilfe und auch Austausche mit Gleichgesinnen und ein bisschen auch ein paar positive Inputs.
00:00:14: Das ist jetzt nicht so, dass die Leute da alle nur irgendwie in die Taschentücher weinen.
00:00:18: Da ist auch durchaus gute Stimmung in den Gruppen.
00:00:22: Wenn man zusammen irgendwas unternimmt und macht und man lernt ja auch so kapitieren, den Tag und den Moment zu nutzen und zu schätzen.
00:00:32: Moin und herzlich willkommen zu.
00:00:34: Was Heißt Ihr Gestört?
00:00:36: dem Podcast aus der Psychiatrie über Psychiatrie.
00:00:39: Mein Name ist Vera Fester und ich spreche heute mit Dr.
00:00:41: Christiane Walter.
00:00:42: Sie ist Chefärztin der Gerontopsychiatrie und Neuropsychiatrie des Asclepios Fachklinikum Skirting.
00:00:48: Und wenn es eine Sache gibt, die uns wohl alle betrifft, ist es die Tatsache, dass wir alle älter werden.
00:00:54: Dabei können wir super fit bleiben, körperlich wie psychisch oder eben nicht.
00:00:58: Demenz und Depressionen sind da so Themen.
00:01:01: Wie wir beides vielleicht verhindern können und welche Behandlungsmöglichkeiten ja sogar Medikamente gegen Demenz es gibt, darüber
00:01:08: sprechen wir jetzt.
00:01:12: Dann starte ich wie immer mit der Frage, was heißt gestört?
00:01:16: Haben Sie deine Antwort drauf?
00:01:19: Also untergestört würde ich primär jetzt erstmal so eine Art technischen Defekt mir vorstellen.
00:01:24: Also das Fernseher ist gestört und ich rufe den Techniker an.
00:01:31: Dieser Satz, was heißt hier gestört, könnte auch eine Antwort sein.
00:01:36: auf eine Bemerkung wie du bist ja total gestört und jemand fragt, was heißt hier gestört.
00:01:45: Da würde ich dann eher nicht an technischen Defektingen, sondern an so etwas außer Rand und Band, außer Kontrolle neben der Spur sozusagen.
00:01:56: Was jetzt nicht so unbedingt passt zum Thema unseres heutigen Gesprächs, wo es ja um Depressionen, auch Depressionen im Alter gehen soll.
00:02:06: Da ist die Störung eigentlich eher so zu verstehen, dass die Betroffenen sagen, sie haben den Zugang zu den eigenen Effekten verloren.
00:02:14: Also es passiert etwas um sich herum und sie wissen eigentlich, sollten sie sich freuen.
00:02:18: Es kommt Besuchfreunde, Kinder, Enkel.
00:02:21: Das Wetter ist toll, man hat was geplant, aber Sie können nichts dabei empfinden.
00:02:25: Und man nennt das auch Gefühl der Gefühlosigkeit, den Kontakt zu den eigenen Gefühlen zu verlieren, auch mit anderen das nicht mitteilen zu können, sich nicht gemeinsam freuen zu können.
00:02:36: Also das ist in dem Fall dann die Störung.
00:02:40: Jetzt haben Sie sich schon angesprochen.
00:02:42: Wir wollen heute uns ein bisschen über verschiedene, ich bleib jetzt mal bei dem Wort Störung, besonders im Alter sprechen.
00:02:50: Eine haben Sie jetzt schon genannt.
00:02:52: Was ist denn so typisch im Alter, was Sie hier erleben in Ihrer Arbeit?
00:02:56: Mit welchen Beschwerden kommen die Menschen zu Ihnen?
00:03:01: Also grob eingeteilt haben wir zwei Störungsbilder sozusagen.
00:03:06: Das eine sind die affektiven Störungen, also Depressionen vor allen Dingen, die im Alter noch etwas anders aussehen und etwas anders behandelt werden als bei jüngeren Menschen.
00:03:16: In der anderen Bereich sind die demenziellen Störungen, also Wusstzustörungen von Orientierung, Gedächtnis, Auffassung.
00:03:26: Und sowas kommt häufig, mischt sich das, also das ist im Einzelfall Komponenten von beiden Hand, aber das sind so unsere beiden großen Schwerpunkte, Demenz und Depression.
00:03:38: Und würden Sie sagen, das betrifft eher Männer oder eher Frauen?
00:03:42: Oder ist das so Fifty-Fifty?
00:03:45: Ja, das ist unterschiedlich.
00:03:48: Also die Depressionen treffen eigentlich eher die Frauen, wobei die Suizidrate unter älteren Männern die höchste ist, die dann wirklich mit großer Konsequenz ihrem Leben ein Ende setzen, sodass es auch wirklich wirklich funktioniert.
00:04:08: Und bei den Demenzen hängt es davon ab, es gibt vascularer Demenzen, es gibt die Demenz bei alzheimer Erkrankungen, also das kann man jetzt nicht so speziell in einem Geschlecht zuordnen.
00:04:22: Und wenn wir insgesamt über Alters- oder Gerontopsychiatrie sprechen, ab welchem Alter geht das denn los?
00:04:29: Ab wann beginnt in Anführungszeichen diese Kategorie?
00:04:32: Bei den meisten Kliniken und bei den meisten Krankheitsbildern sagt man so, die Grenze ist sixty oder sechzig Jahre, wobei sich das aktuell in der Tat verschiebt.
00:04:45: Es gibt seit April diesen Jahres die Möglichkeit der Mensen bei Alzheimer-Erkrankungen, also das, was man so allgemein als Alzheimer-Demens bezeichnet.
00:04:55: durch Infusionen von sogenannten monoklinalen Antikörpern zu behandeln, entscheidend ist dabei der frühzeitige Therapiebeginn.
00:05:07: Also das ist der aktuelle Kenntnisstand, dass Alzheimer-Demensen bereits zehn bis fünfzehn Jahre bevor man es wirklich als Dement sieht, subjektiv und objektiv, dass da bereits Veränderungen sind, sowohl auf einer biochemischen, molekularbiologischen Ebene, als auch was depressive Störungen betrifft.
00:05:29: Und das heißt, wir müssen da anfangen, Menschen sozusagen herauszufischen, die diese Vorstufen einer beginnenden Demenz haben, damit wir die behandeln können, damit die Demenz letztlich nicht zum Ausbruch kommt.
00:05:45: Das heißt, die alzame Erkrankung ist eigentlich eine Erkrankung des mittleren Lebensalters.
00:05:50: Das heißt, würden Sie sagen, es würde langfristig Sinn machen, diese in Anführungszeichen ausgedachte Linie von fünfundsechzig nach vorne zu verlagern?
00:05:59: Genau, dass man das nach unten schiebt und guckt, wenn du plötzlich mit fünfzig oder Mittefünfzig erstmals an einer depressiven Störung erkrankst.
00:06:09: Und sonst eigentlich nie irgendetwas mit Psychiatrie zu tun hat.
00:06:13: Das empfiehlt es sich dringend abzuklären.
00:06:15: Gibt es da eine organische Ursache?
00:06:20: Gibt es Veränderungen mit Neurotransmittern, also auf der Ebene der Bodenstoffe im Gehirn und dass wir da Untersuchungen machen und schauen, brühtest du sozusagen einen demenziellen Prozess aus?
00:06:31: Und wenn ja, dann lass es uns jetzt behandeln, damit es später nicht ... sozusagen zum Vollbild kommt.
00:06:38: Das heißt, wir müssen das nach, müssen es ins mittlere Lebensalter eigentlich ziehen.
00:06:43: Lassen Sie auf uns im Detail darauf gleich noch mal zu sprechen kommen.
00:06:48: Wie sieht denn jetzt aktuell hier in Göttingen die Versorgung aus im Bereich der Gerontopsychiatrie?
00:06:56: Also das Stammhaus sozusagen.
00:06:58: Wir haben in der Abteilung fünf Stationen und eine Tagesklinik.
00:07:03: Und es gibt die Möglichkeit, Stationsäquivalent zu behandeln, also aufsuchend.
00:07:08: Es gibt ja Menschen, die sagen, ich kann mein Partner nicht verlassen, mein Haustier kann ich allein bleiben.
00:07:14: Da gibt es ein mobiles Stationsteam, was täglich den Patienten zu Hause betreut.
00:07:20: Unsere Neuste ... Ergänzung, um das Portfolio sozusagen vollständig zu machen, ist die Grundtupsychiatrische Fachambulanz.
00:07:30: Das ist eine Untergruppe unserer Institutsambulanz, die sich in erster Linie an ältere Menschen mit affektiven Störungen, also Depressionen, wendet.
00:07:43: Das ist ein Weite, eine große Zielgruppe, also zum einen diese hochaltrige Menschen, die im Laufe ihres Lebens schon mehrere depressive Episoden durchgemacht haben, aber eben auch an Menschen, Mitte-fünfzig, die zum ersten Mal Veränderungen bei sich bemerken, im Sinne einer Depression oder vielleicht auch sogenannte subjektive, kognitive Störungen, die das Gefühl haben, ich bin irgendwie nur noch unkonzentriert.
00:08:09: Wenn ich jemanden sehe, fällt mir der Name nicht ein, ich vergesse Termine, ich muss mir alles aufschreiben und was ich eigentlich mal abklären lassen müsste.
00:08:18: Jetzt sagen Sie, das ist noch sehr neu und da frage ich mich, warum.
00:08:24: Also die Versorgung ist ja hier gegeben.
00:08:28: Warum ist es wichtig, das auch als Ambulanz anzubieten?
00:08:31: Also dass Menschen ab einem gewissen Alter, ich sage es mal ab fünfzig, eine eigene Institutsambulanz haben sozusagen.
00:08:38: Die Patienten haben wir wie gesagt bisher immer über die allgemeine Institutsambulanz betreut, aber Es werden eben jetzt mehr, die kommen mit dieser Frage.
00:08:48: Das hängt eben unter anderem damit zusammen, dass es jetzt diese neuen Therapiemöglichkeiten gibt, die jetzt Zulassung haben hier in Europa, die auch verfügbar sind.
00:08:58: Die sind jetzt noch nicht in der Breite eingesetzt.
00:09:02: Das hängt damit zusammen, dass noch Standards für diese Infusionsambulanzen entwickelt werden müssen.
00:09:07: Es müssen Kostenverhandlungen mit zwischen den Krankenkassen und der Pharmaindustrie erfolgen.
00:09:14: Da ist eine große Sensibilisierung auch durch die Hausärzte, die einfach viel genauer hingucken, ob sich da irgendetwas entwickelt in Richtung Frühsymptomen einer Demenz.
00:09:27: Ist das eine reine Depression oder hängt es zusammen mit einer beginnenden Demenz?
00:09:32: Das heißt, der Bedarf wächst und natürlich aufgrund der demografischen Entwicklung, wir haben ja immer mehr ältere Menschen.
00:09:41: Also diese beiden Punkte, so hauptsächlich demografische Entwicklung, aber auch Veränderungen in der Medizin.
00:09:47: Genau, medizinischer Fortschritt.
00:09:49: Also eben viele Frühformen der Demenz äußern sich erst mal durch eine depressive Symptomatik.
00:09:56: Das war lange Zeit gar nicht so klar.
00:09:58: Meistens ist es so, dass bei Depressionen die Stimmung gedrückt ist und der Antrieb reduziert.
00:10:03: Also man kommt morgens nicht aus.
00:10:04: Ein Bett kann sich mehr richtig entscheiden, ist irgendwie unschlüssig und strukturiert in seinen Planungen.
00:10:11: Aber es gibt eben auch Depressionen, die mit einem gesteigerten Antrieb einhergehen.
00:10:16: Mit so einer zielosen Unruhe, so einer Grundängstlichkeit.
00:10:22: Und dann empfiehlt es sich auch wirklich, abklären zu lassen, ist das vielleicht schon ... Das ist das erste Symptome einer demenziellen Störung.
00:10:31: Und da sagten Sie jetzt eben, es gibt seit April neue Medikamente auf dem Markt.
00:10:37: Was können Sie mir darüber erzählen?
00:10:38: Normalerweise sagen Sie, das wäre ja ein Traum, wenn man irgendwie ... Ja,
00:10:42: ja.
00:10:43: Also, bei der Demenz bei alzheimer Krankheit ist das Haupt, das Hauptpathologische Substraßen, die Ablagerung von sogenannten Amyloidplugs.
00:10:52: Das sind so fehlgefeilte Eiweißkörper.
00:10:56: die im Gehirn sozusagen rumliegen, das Gehirn.
00:10:59: normalerweise würde das Gehirn, wenn die in Ordnung wären, würde die auflösen und ausspülen, aber die liegen quasi als Zählschutt rum und verhindern die Informationsweitergabe von Nervenzellen zu Nervenzellen, sodass die Funktionen, die das Gehirn so hat, Orientierung, Gedächtnis, Merken, Auffassung, Wortflüssigkeit und so, dass die nach und nach immer weniger werden.
00:11:22: Und diese ... Monoklonalen Antikörper, die jetzt entwickelt wurden, lösen diese Plucks auf und schwemmen die aus.
00:11:32: Und zwar bis zu neunzighundert Prozent.
00:11:37: Der Haken an der Sache ist, dass die Amyloid-Plucks eben der wesentliche Faktor sind für die Entwicklung der Alzheimer-Demens, aber nicht der Einzige.
00:11:45: Es gibt noch andere Aspekte und spezifische Entzündungen.
00:11:49: Neuro-Inflammation nennt man das.
00:11:51: Oder Glucose-Stoffwechsel-Störungen im Gehirn.
00:11:53: Da gibt es noch ein Tauprotein, was eine Rolle spielt.
00:11:57: Da wird jetzt auch mit Hochdruck und neuem Optimismus geforscht.
00:12:02: Aber wir haben sozusagen einen wesentlichen Mosaikstein.
00:12:06: Aber wir haben noch nicht alles.
00:12:08: In der Onkologie, in der Krebstherapie ist es ja so, dass hochindividualisiert für jeden Patienten sozusagen ein Mix angefertigt wird.
00:12:17: der genau auf die Rezeptorempfindlichkeit dieses ihres individuellen Tumors zugeschnitten ist und den beseitigt.
00:12:25: Und das ist das Ziel auch in der Demenztherapie.
00:12:28: Da sind wir sozusagen den ersten großen Schritt, den haben wir gemacht.
00:12:32: Das ist wirklich so ein viel zitierter Gamechanger.
00:12:35: Aber es ist erst der erste Schritt und es wird sicherlich noch einige Jahre dauern, bis man wirklich in der Fläche diese Therapie dann anbieten kann.
00:12:46: Aber dass viele sagen, das wird so sein, wie jetzt, dass man mit fünfzig, dass man eine Darmspiegelung machen.
00:12:53: Und wenn da was Auffälliges ist, ein Pullüb, dann wird er abgetragen.
00:12:57: Und genauso wird man sagen, du bist jetzt fünfzig.
00:13:00: Wir machen hier ein Test, ob bei dir eine Eishammer Demenz, also die Vorstufen vorliegen.
00:13:05: Und dann wird man diese Infusionstherapie über anderthalb oder zwei Jahre machen, bis es ausgeschwemmt ist.
00:13:11: Und dann wird man erst mal sagen, wir beobachten das nach fünf Jahren wieder.
00:13:14: Und also das wird, ich glaube, dass wir da wirklich einen entscheidenden Schritt also das jetzt mitbekommen haben, dass da echt was Revolutionäres abgeht sozusagen.
00:13:24: Da klingt tatsächlich so und ich frag mich auch gerade, ob es vielleicht auch, wenn das wirklich irgendwann so wäre, das heißt okay, Vorsorge ab dann und dann.
00:13:33: Wenn das gesellschaftsfähig ist, ob dann gegebenenfalls auch die Charme älterer Menschen herabgesetzt würde, weil das ist schon, also man geht ja jetzt nicht unbedingt gerne zum Arzt und sagt, ich vergesse ständig was, weil man hat ja gegebenenfalls diese Sorge, was es sein könnte im Hinterkopf, oder?
00:13:48: Ja, dass es dann so ein bisschen selbstverständlicher wird, es diagnostizieren zu lassen.
00:13:53: Auch das wird einfacher, es werden jetzt Blutests entwickelt, also dass man gar nicht mehr Nervenwasser punktieren muss und so und was oder einfach.
00:14:00: wie Blutbild, wenn das untersucht wird, auch die Alzheimer-Marke abnimmt.
00:14:04: Und dann, wie selbstverständlich irgendwann, diese Infusion verabreicht werden.
00:14:10: Das wird jetzt schon geforscht, dass das auf subkutane Spritzen auch umgestellt werden kann.
00:14:16: Das ist jetzt wirklich lawinenartig, geht es voran.
00:14:19: Ich glaube wirklich, dass die Akzeptanz deutlich erhöht, das untersuchen zu lassen.
00:14:27: Jetzt aber erstmal nochmal einen Schritt zurück zur Diagnostik.
00:14:30: Ich muss ja bevor ich an die Medikation denke erstmal gucken, was ist überhaupt zu behandeln.
00:14:37: Wie sieht bei Ihnen, sei es jetzt in der Spezialambulanz oder eben auch in den anderen Bereichen die Diagnostik aus?
00:14:45: Also der Betroffene... kommt zu uns und es erfolgt erst mal ein orientierendes Eingangsgespräch.
00:14:52: Dann kann man schildern, was führt sich hier zu uns, welche Beschwerden haben Sie gerne in Anwesenheit von Angehörigen, wenn das gewünscht ist.
00:14:59: Und die Betroffenen sollen Vorbefunde mitbringen, es für guckt, welche Medikamente sind verabreicht worden, bisher welche Untersuchungen sind schon gelaufen.
00:15:10: Dann machen wir grundsätzlich ein körperliches Screening sozusagen, also bei Depressionen und auch bei Demenzen.
00:15:18: können auch durchaus andere körperliche Grunderkrankungen die Ursache sein, die dann sozusagen diese psychiatrische Symptomatik an der Oberfläche.
00:15:27: Zum Beispiel Schildrüsen unter Funktionen, die Parkinson-Erkrankungen, der Herzinsuffizienz, synchronische Virusinfektion, Post-Covid zum Beispiel ist so was, wo die Patienten sagen, ich bin seither durchgehend depressiv, immer noch müde, also so klassische Depressionen Symptomen.
00:15:42: Das wird untersucht durch Blutinnahme, EKG gegebenenfalls Röntgen, Torax oder was auch immer.
00:15:49: Wenn das dann gewünscht ist, bieten wir den Patienten auch eine Demenzdiagnostik an.
00:15:55: Das ist zum einen im Moment noch die Lombarpunktion, also die Gewinnung von Nervenwasser, liegt vor, weil diese Blutests noch nicht auf dem Markt sind.
00:16:09: Da kann man dann also Betaameloid und Tauprotein, das sind so die Biomarker, um die Beschaffenheit, die Konzentration und auch der Quotient dieser beiden Eiweißstoffe, sagt etwas aus, ob eine Demenz vorliegt und welche Form es ist.
00:16:24: Alzheimer-Krankheit, Levy-Body, da gibt es so Unterschiede vor.
00:16:29: Dann erfolgt eine neuropsychologische Testung, um zu schauen, welche Teilleistungsbereiche sind denn Betroffen.
00:16:39: Und da wird standardmäßig der sogenannte C-Rad Plus-Test verwandt.
00:16:44: Das ist eine Testbatterie, also die besteht aus einer Sammlung unterschiedlicher Tests, die jeweils ein bestimmtes Leistungsbild im Fokus hat.
00:16:58: Also zum Beispiel Orientierung, da ist die Frage, wie heißt der Ort?
00:17:03: Wie heißt das Bundesland?
00:17:04: Was ist das hier für eine Institution?
00:17:07: Was von Datum haben wir?
00:17:09: Merkfähigkeit, also ich nenne Ihnen drei Wörter, die miteinander nichts zu tun haben.
00:17:13: Die sollen Sie wiederholen.
00:17:15: Und nach fünf Minuten frage ich die noch mal ab.
00:17:19: Es geht um Rechenvermögen, also dass Sie von hundert, sieben abziehen und dann immer weiter, minus sieben, minus sieben, minus sieben.
00:17:27: Um Wortflüssigkeit nennen Sie achtzehn Gegenstände, die Sie im Supermarkt kaufen können.
00:17:33: um das Abzeichnen ineinander verschränkter geometrischer Figuren.
00:17:38: Die kriegen Sie gezeigt und dann nimmt man die weg und dann sollen Sie die abzeichnen.
00:17:43: Um die Ausführung von bestimmten Handlungen nehmen Sie das Blatt Papier und falten Sie das so und so.
00:17:49: Und das wird dann ausgewertet.
00:17:52: Also es ist ein relativ umfangreiche Test.
00:17:55: Das wird über ein Programm ausgewertet und zwar wird es da bereinigt.
00:18:00: das Ergebnis von Alter, Geschlecht und Ausbildungsstand.
00:18:07: Das ist ganz sinnvoll, weil, wenn jemand jetzt ein Hochstudio gemacht hat und immer viel geredet hat, dem fällt das natürlich mit der Wortflüssigkeit leichter und dem sprachlichen Ausdruck, als jemand, der eher handwerklich ist.
00:18:18: Und der hat dann bessere Werte, obwohl er vielleicht mehr beeinträchtigt ist.
00:18:21: Also dann wird dieser Ansogen unter Z-Wert errechnet, das ist das Computerprogramm, und den kann man dann ... Der wird dann verglichen mit Normalwerten.
00:18:29: Da kann man sehen in den einzelnen Teilleistungsbereichen, wie weit weiche ich von der Norm ab.
00:18:36: Wo müsste ich eigentlich sein, wenn man sagt, das ist noch ein Anführungszeichen gesund und was ist schon auffällig und ist es mittelgradig oder leicht oder so.
00:18:46: Und kommt es aber dann in dem Fall auch durchaus vor, dass ich in einem Bereich total gut bin aus irgendeinem Grund und einem anderen
00:18:54: nicht.
00:18:55: Und aber wie geht man dann mit diesen Werten um?
00:18:59: Also die Demenzdiagnose stellt man nie nur aus dieser neuropsychologischen Test.
00:19:06: Und das hilft mir nur zu verstehen, wo sind die Probleme und wo muss ich als Betroffener trainieren?
00:19:13: Das zeigt mir aber auch, wo ist die sogenannte kognitive Reserve.
00:19:18: Also das sind die Ressourcen, die ich habe, die mir helfen, wenn ich in bestimmten Bereichen zunehmend Defizite habe.
00:19:27: Das kann man sich so ähnlich vorstellen, wenn Sie sich das Bein brechen und mit Krücken laufen müssen.
00:19:33: Dann fällt Ihnen das erheblich leichter, wenn Sie insgesamt einen ganz guten Trainingszustand haben.
00:19:38: Dann haben Sie ein besseres Gleichgewicht, besser trainierte Arme und kommen damit besser klar.
00:19:43: Und so ähnlich ist das, wenn sich bei ihnen die Demenz dadurch bemerkbar macht, dass sie ganz viele Sachen vergessen, aber dass sie an sich gut organisiert sind.
00:19:51: und sprachlicher Auszug ist noch gut, dann können sie mit Blöckchen und Stift oder im Handy irgendwas eingeben, sich ... Hilfen konstruieren, Zettel machen, also Brücken bauen, um dann sozusagen mit diese Defizite ein Stück weit zu kompensieren.
00:20:06: Und da hilft die Testung eben zu schauen, wo liegen die Probleme und wo liegen auch die Stärken?
00:20:15: Jetzt stelle ich mir gerade vor, es kommt jemand zu Ihnen, gegebenenfalls auch begleitet durch Angehörige, die gesagt haben, ah, Mensch, solltest du das mal irgendwie untersuchen lassen?
00:20:25: Mir ist aufgefallen, dies das oder einem selber vielleicht.
00:20:28: Und wie reagieren die, wenn dann dieser Test tatsächlich oder die Tests zeigen?
00:20:36: Da liegt offenbar was vor.
00:20:39: Also das ist sehr unterschiedlich.
00:20:40: Und wir drängen auch niemanden zu dieser Diagnostik.
00:20:43: Es gibt ein Recht auf Nichtwissen.
00:20:46: Und gerade im Moment ist das, finde ich, unter ethischen Aspekten so eine schwierige Phase.
00:20:53: weil man schon gut Diagnostik machen kann, aber die Therapie ist noch in den Anfangsstadien.
00:21:00: Also das sieht gut aus, aber es kann gerade noch die Jahre dauern, die man vielleicht bräuchte, um einschreiten zu können.
00:21:10: Also wenn jetzt bei mir diagnostiziert wird, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit, das weiß ich mit neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Demenz entwickeln, wäre es natürlich sinnvoll dann sofort jetzt mit dieser Infusionstherapie anzufangen.
00:21:22: Das läuft aber noch nicht.
00:21:25: Das sind nur, ich glaube, siebzehn oder neunzehn Zentren mittlerweile in Deutschland mit einer Handvoll Patienten und das wird alles kontrolliert, das im Rahmen von Studien und so.
00:21:33: Also ich habe dann die Diagnose, aber ich kann im Moment noch nicht.
00:21:36: behandeln.
00:21:37: Das ist natürlich eine schwierige Situation.
00:21:40: Und die meisten Patienten ahnen schon, dass irgendwas nicht stimmt.
00:21:45: Also die merken, dass selbst als Erste, dass sie sich verändern oder verändert haben und entwickeln dann auch wirklich depressive Symptome.
00:21:57: Und da ist es wichtig, da auch zu unterstützen.
00:22:01: Und das ist eben was, was wir in unserer Ambulanz leisten können, dass die Patienten lassen ihr es nicht im Regen stehen oder verordnen den Antidepressiva und schicken sie nach Hause, sondern es gibt begleitende therapeutische Angebote.
00:22:15: Also zum Beispiel kann man durch kognitive Trainings und Stimulationsprogramme die Bereiche, wo Defizite sind oder sich entwickeln, trainieren.
00:22:27: Und man kann durch Prävention viel erreichen.
00:22:30: Also, es gibt mehrere Studien, die sagen, bis zu vierzig Prozent der Demenzen können durch Lifestyle-Änderungen verhindert werden.
00:22:38: Und zwar indem man sich an frischer Luft bewegt, ausreichend schläft, Alkohol reduziert, mediterane Kost.
00:22:46: Entspannung, aber auch geistige Förderung, sozialer Austausch ist ganz wichtig.
00:22:51: Also in den Gruppen geht es um Achtsamkeit und Entspannung, aber auch um die Besprechung von Zeitungsartikeln.
00:22:59: Was wir durchaus dann im Diskurs, muss man gucken, was ist die Position des anderen, was ist meine, wie tausche ich mich mit dem aus, wie formuliere ich das?
00:23:07: Das trainiert alles sozusagen die kleinen grauen Zellen.
00:23:12: Und ein weiteres Angebot ist, Eine Gruppentherapie, das sind zwölf Sitzungen, Modular, die alle zwei Wochen dann erfolgen.
00:23:22: Die sind für die Betroffenen und ihren Partner.
00:23:26: Denn es macht ja nicht nur was mit demjenigen, bei dem ich die Frühform einer Demenzdiagnostiziere, sondern auch mit dem Ehepartner, der ja auch merkt, der verändert sich irgendwie.
00:23:38: Das heißt ja auch für die Zukunft, es wird sich die Paarbeziehung verändern.
00:23:42: Wenn dann vielleicht gerade derjenige, der immer entschieden hat, das Geld verwaltet hat, die Post bearbeitet, die Anträge gestellt, wenn der dann immer mehr eingeschränkt ist, muss der andere ja mehr übernehmen.
00:23:54: Das heißt, die Symmetrie in der Paarbeziehung verändert sich und es stehen auch ganz handfeste, alltagspraktische Entscheidungen an.
00:24:04: Wenn Sie überlegen, wir möchten meine Wohnung oder mein Haus renovieren.
00:24:09: und erfahren, dass sie oder der Partner möglicherweise eine Demenz entwickelt, dass da eine höhere Pflegebedarf kommt.
00:24:16: Ist da wirklich die Frage, mache ich das?
00:24:18: Oder ziehe ich vielleicht in die Nähe der Kinder, weil die da näher dran sind und öfter mal gucken können?
00:24:25: Das sind schon so grundsätzliche Dinge.
00:24:29: Oder man sagt, jetzt sind wir noch fit und ich will jetzt noch mal richtig leben.
00:24:34: Wir fahren jetzt die nächsten Jahre, machen wir jedes Jahr eine Fernreise.
00:24:38: So kann ja auch sein, dass man sagt, nach mir die Sinnflut, wir machen es uns jetzt noch mal richtig gut.
00:24:42: Aber das sind ja alles Dinge, die dann entschieden werden müssen.
00:24:46: Das heißt, sie bieten sozusagen in der Spezialambulanz schon das Allround-Programm.
00:24:53: Es geht nicht nur um Diagnostik, sondern es ist breit gefächert, damit die Personen und Angehörige sich gut aufgehoben fühlen und gut mit dem umgehen können, was sie gerade betrifft.
00:25:04: Also, wenn die Infusionstherapie wirklich ans Netz geht, wird das zunächst an Universitäten laufen, weil das sind diejenigen, die haben den Personalschlüssel, die können auch Kontrolluntersuchungen, Bilder vom Kopf, MRT, Wir sind nicht aufgestellt, aber unser großer Vorteil ist, dass wir die Patienten in der ganzen Zeit dazwischen begleiten und stützen.
00:25:28: Dass wir die Depression medikamentös behandeln können.
00:25:32: Und psychotherapeutisch, dass wir Sozialarbeiter an Bord haben, die helfen, wenn es um Patientenverfügung geht.
00:25:42: Vorsorgevoll machten und solche Dinge und eben auch psychologisch geleitete Gruppen, die die Paare eben auffangen.
00:25:48: Also wie Sie schon sagen, es ist sozusagen das Komplettpaket, dass das Leben begleitet wird.
00:25:55: Das ist ja eine chronische Erkrankung und Sie brauchen einfach Unterstützung und Hilfe und auch Austausche mit Gleichgesinnen und ein bisschen auch ein paar positive Inputs.
00:26:05: Das ist jetzt nicht so, dass die Leute da alle nur irgendwie in die Taschentücher weinen.
00:26:08: Das ist auch da ist auch durchaus gute Stimmung in den Gruppen.
00:26:12: Wenn man zusammen irgendwas unternimmt und macht und man lernt ja auch so karpitieren, den Tag und den Moment zu nützen und zu schätzen, gerade in dem Bewusstsein der Endlichkeit sozusagen, sagen viele gut jetzt sehe ich nochmal vieles ganz anders und habe ... mich mit Freunden oder Angehörigen ausgesprochen, weil ich möchte das einfach noch mal geklärt haben, solange es noch geht und es geht mir gut.
00:26:38: Es gibt eben durchaus auch bereichende Momente dabei.
00:26:42: Und was würden Sie sagen, was würden Sie empfehlen, wann ich mich bei Ihnen in der Ambulanz melde sozusagen?
00:26:50: Also geht das schon los bei, auch ich beobachte bei mir in letzter Zeit, ich werde vergesslich oder ich bin ein bisschen depressiv verstimmt.
00:26:57: Wann fängt das an?
00:26:58: Also
00:26:58: Sie sollten sich melden, wenn Sie besorgt sind.
00:27:02: Einfach, dass wir es abklären können.
00:27:04: Es ist oft ist ... sind diese leichten kognitiven Störungen auch nur Symptome einer Depression.
00:27:12: Das kann auch sein, weil wenn sie dann so antriebsarmen sind und gedrückter Stimmung, das nennt man dann depressive Pseudodemens, das bessert sich, wenn die Depression erfolgreich behandelt ist.
00:27:24: Also unter Antidepressiva und ... psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen, wird die Stimmung besser, der Antrieb und die vermuteten kognitiven Einschränkungen sind auch weg.
00:27:35: Es kann aber auch sein, wie wir das eben besprochen haben, dass eine Beginnende der Mensch sich entwickelt.
00:27:41: Dann muss man gucken, welche entsprechenden Therapien und Unterstützungsmöglichkeiten man dann anbietet.
00:27:47: Aber wenn das Gefühl ist, irgendwo drückt der Schuh, was stimmt, sollte man ... Also
00:27:54: lieber früher als später.
00:27:55: Lieber früher
00:27:55: als später, um nicht in den Zeitpunkt zu verpassen Therapie beginnen zu können und auch um sich nicht mit den Sorgen rumzuquellen.
00:28:04: Also viele sind sehr belastet.
00:28:07: Das ist ein bisschen der Nachteil dieser ganzen Demenzaufklärung.
00:28:10: Es gibt ja seit ein paar Jahren die Demenzwoche und Demenzstände auf dem Marktplatz.
00:28:16: Das macht bei vielen auch wirklich viel Angst.
00:28:18: Dann kommen irgendwelche Berichte über.
00:28:20: schlecht geführte Altenheime, die gibt es auch, aber die meisten sind wirklich gut geführt mit engagierten Mitarbeitern und einer herzlichen Atmosphäre.
00:28:29: Aber es verkauft sich natürlich im Fernsehen immer besser so der Schocker.
00:28:32: Und das macht natürlich auch was mit den älteren Menschen.
00:28:37: Und deshalb ist es lieber früher als später.
00:28:41: Ich würde inhaltlich gerne so einen ganz kurzen Break machen und zwar würde ich gerne einen kleinen, sich nennt es mal, Assoziationsspiel machen.
00:28:49: Ich nenne ein paar Begriffe und sie können darauf reagieren.
00:28:52: Entweder auch einfach nur mit einem Begriff oder Ausführungen, wie sie möchten.
00:28:56: Ich starte mal mit Einsamkeit.
00:29:02: Sinnfrage fällt mir dazu ein.
00:29:06: Familie
00:29:07: das wichtigste überhaupt.
00:29:10: Meeresbiologie.
00:29:12: Aber ein Traumberuf gewesen.
00:29:15: Genau, deswegen komme ich drauf.
00:29:16: Sie hatten mir vorab so ein Steckbrief ausgefüllt und meinten, wenn Sie nicht das beruflich machen würden, was Sie jetzt tun, Sie wären gerne Forstwirtern oder Meeresbiologin geworden.
00:29:25: Wie kommt's dazu?
00:29:26: Ja, ich hätte gerne irgendwas draußen gemacht und irgendwie habe ich einen großen Hang zum Wasser, also Seenflüsse mehr, finde ich mich eigentlich immer Urlaub haben.
00:29:38: Und ich, für mich ist das auch so meine Form der Psychotherapie, draußen was zu unternehmen.
00:29:45: Also ich bin alleine oder mit Freunden im Wald viel unterwegs am Wochenende, weil ich einfach denke, das ist einfach, es ist perfekt.
00:29:53: Also es riecht gut, es fühlt sich gut an und es tut mir einfach gut, die Gedanken ordnen sich.
00:29:59: und das gleiche ist auch, Mit dem Wasser, ich wohne hier in Hannover-Schmönnen, die drei Flüsse statt.
00:30:07: Ich hab damit sechstlich noch angefangen zu rudern.
00:30:10: War das mit Begeisterung und hab da einen Weser-Marathon mitgemacht.
00:30:14: Das ist so das, was einfach so ein rundum gutes Gesamtgefühl.
00:30:21: Ich find auch toll, egal wie man das nennen will, Schöpfung oder wie auch immer, es ist einfach ... Alles perfekt greift ineinander.
00:30:29: Also auch so wie die Bäume leben, wirtschaften, Sauerstoff abgeben, CO-Zwei schlucken, Glukose herstehen.
00:30:36: Also das ist einfach, ich finde es genial.
00:30:39: Es gibt mir irgendwie das gute Gefühl, dass die Welt doch nicht so ganz schlimm ist.
00:30:43: Wie es manchmal in den Nachrichten aussieht.
00:30:45: Okay, aber trotz der Tatsache, dass Sie offenbar keinem Meeresbiologin sind, sondern beruflich in der Psychiatrie gelandet sind, bereuen Sie das in irgendeiner Form?
00:30:54: Nein, ich finde, das ist wirklich ein super spannender Beruf.
00:31:01: Als ich mich dazu entschlossen habe, hat man tatsächlich meinen Eltern gesagt, eine Dame sagte, wie furchtbar das einzige Kind, so ungefähr, wird Psychiater.
00:31:12: Das war so irgendwie der Exot.
00:31:14: Aber es ist wirklich ein toller Beruf, weil es einfach ... den Menschen ganzheitlich sieht.
00:31:20: Also jetzt nicht nur irgendwie den Knochenbruch oder den Magen auf Zimmer vierzehn oder sowas.
00:31:25: Und weil das eben auch eine ganzheitliche Therapie ist.
00:31:30: Also wir haben einmal klären wir die somatischen Ursachen ab.
00:31:33: Wie ich schon gesagt hatte, CT, MRT vom Kopf, Nervenwasser, Untersuchung.
00:31:37: Und wir behandeln mit dem Psychopharmaker.
00:31:40: Aber es gibt eben auch die Die psychotherapeutische Seite, also selbst Menschen, die Wahnvorstellungen haben.
00:31:46: Der Inhalt hat was zu tun mit den eigenen biografischen Erfahrungen.
00:31:51: Also das fällt jetzt nicht so auf einen runter wie irgendwas, sondern das kann man auch verstehen und nachvollziehen.
00:31:58: Und ich finde es wirklich einfach spannend, weil das so ein, so ja, so ein umfangreicher.
00:32:08: nicht nur Labor und Mikroskop, sondern wirklich alles abdeckt.
00:32:12: Wo Sie aber offenbar auch wirklich im Alltag total schöne, aber auch schreckliche Sachen erleben.
00:32:18: Ich hatte Sie vorab gefragt nach Ihrem schlimmsten Erlebnis im Arbeitskontext.
00:32:22: Da haben Sie geantwortet, die Geiselnahme einer Kollegin.
00:32:25: Ja, das ist relativ glimpflich ausgegangen.
00:32:28: Das war eine wirklich sehr hübsche junge Kollegin.
00:32:31: Es gab einen Patienten, der sich unsterblich in sie verliebt hatte.
00:32:34: Und er wollte mit ihr durchbrennen nach Gretna Green, um sie da zu heiraten und hat dann in der Aufnahme, die da dienst, tun wir jetzt mit einer Pistole am Kopf bedroht.
00:32:45: Und er wollte, dass die Kollegen, für die er so entflammt war, dass die runterkommen, mit ihm ins Auto steigt und dann wegfährt.
00:32:52: Und das war nur eine Schreckschusspistole, aber gut als Psychiater, kein Waffenkundler.
00:32:58: Und das war schon alles ziemlich aufregend.
00:33:01: Kollegen, um die es da ging, hat dann aber mit ihm telefoniert.
00:33:04: Die war ja im Haus und dann hat sich das alles noch glimflig gernet.
00:33:09: Aber das war schon
00:33:09: ...
00:33:11: Schreck.
00:33:12: Ja, das war schon ... Ja, es geht eben so, man sieht so alles, die größten Höhen und die abgrundigsten Tiefen sozusagen.
00:33:21: Und dann haben Sie, genau, gehen wir doch zu den Höhen von Ihrem schönsten Erlebnis berichtet.
00:33:27: die Betreuung einer manisch-depressiven Patientin während ihrer insgesamt vier Schwangerschaften.
00:33:33: Warum ist Ihnen das so besonders hängig?
00:33:37: Das nennt man ja eine bipolaraffektive Störung.
00:33:39: Also die Schwanken zwischen Himmelhochjauchzend und Zutode betrübt.
00:33:43: Und damit man da so irgendwie halbwegs in einer ausgeglichenen Mittellage bleibt, muss man eigentlich durchgehen, Medikamente nehmen, also Stimmung stabilisieren.
00:33:53: Problematisch, wenn sie dann Kinder haben wollen, weil in der Schwangerschaft ist es halt ein Problem, es ist dann Teratotoxisch, schadet dem Kind und man kann trotzdem schwanger werden.
00:34:06: Man muss dann eben sehen, dass man gegebenenfalls in der Klinik ist während der Schwangerschaft mit Medikamenten, wenn überhaupt, dann mit ganz Leichten, die auch verträglich sind und dem Kind nicht schaden.
00:34:16: Also es ist halt eine größere Aktion, wo Frauenarzt und Nervenarzt zusammenarbeiten müssen.
00:34:22: Und diese Familie gab es dann eben eine Tochter und drei Söhne.
00:34:26: Und die hat die auch bei uns gar nicht weit wegwohnen.
00:34:29: Und dann geling ich mal vorbeigeingwingen.
00:34:31: Und ja, ich hab die relativ lange gesehen.
00:34:33: Und das sind so Sachen, die ... Ja, das ist ja schön.
00:34:37: Also, wenn man dann irgendwie was Gutes bewirken kann, das ist auch ein ... wie das Leben erträumt und gewünscht war, also mit einer großen Familie, dass es auch geht, wenn man beeinträchtigt ist durch eine psychische Stimmung.
00:34:49: Die Kinder waren alle gesund, also da war nichts.
00:34:54: Gut, dann habe ich noch mal einen Begriff für Sie, das wäre Erfolgserlebnis.
00:35:03: Ja, zum Beispiel die Familie, von der ich jetzt gesprochen habe.
00:35:07: und ja, Erfolgserlebnisse sind ... In der Psychiatrie sind die klein und das sind oft so die Zwischentöne.
00:35:19: Wir haben hier auch eine Station für Intelligenzgeminderte erwachsen.
00:35:22: Das ist manchmal ein Erfolgserlebnis, wenn jemand, der immer viel geschrien hat, plötzlich ruhig und entspannt ist und lächelt.
00:35:30: Oder wenn Sie jemanden entlassen von der geschlossenen Station, der Ihnen dann irgendwie ... So ein verkrümeltes Blümchen bringt, was er irgendwo geflückt hat und sagt, ja, war hier alles Mist, aber irgendwie geht mir doch besser, danke.
00:35:45: Und dann schiebt einem das rüber.
00:35:47: Also Heilungen oder so haben wir selten.
00:35:51: Ich glaube, das ist in der Chirurgie einfacher.
00:35:54: Der Knochenbruch heilt dann und die Leute machen Reha und können sich wieder normal bewegen.
00:35:58: Das ist hier eher ... So langstreckenlauf, wo es eigentlich nicht wieder ganz gut wird.
00:36:04: Aber das heißt eben nicht, dass man nicht Lebensqualität haben kann.
00:36:07: Und diese Rückmeldung von den Patienten zu geben, das ist eigentlich so der Erfolg in den kleinen Noorsen und Zwischentönen.
00:36:15: Aber das reicht mir eigentlich.
00:36:17: Ja, das ist schön.
00:36:18: Ich muss nicht die Welt retten, sozusagen.
00:36:20: Ja, das wird schwierig werden
00:36:22: sowieso.
00:36:22: Das ist besonders.
00:36:25: Der letzte Begriff wäre Altersheim.
00:36:29: Was fällt Ihnen dazu ein?
00:36:32: Es fällt mir ein.
00:36:34: Es gibt einen früheren Bürgermeister von Bremen, glaube ich.
00:36:41: Der Name fällt mir nicht mehr ein.
00:36:44: Der hat mit seiner Frau zusammen und seiner Semestergruppe oder Freund, die er schon ewig lange kannte, als Gegenentwurf.
00:36:53: haben die ein Mehrfamilienhaus gekauft und haben dann Etagenwohnungen draus gemacht und haben unten Gästezimmer, die genutzt werden können und also so Gemeinschaftseinrichtungen und haben das alles alten gerecht eingerichtet.
00:37:10: und auch in der Nähe ist ein Pflegedienst.
00:37:12: und die haben gesagt, wir möchten nicht in einem alten Heim, wir möchten ... eine Art alten WG, aber auch mit der Möglichkeit des Rückzugs, dass wir unseren eigenen Kram haben.
00:37:25: Aber dass ich weiß, über mir und unter mir neben mir wohnen gute Freunde.
00:37:29: Und wenn Kinder zu Besuch kommen und Enkel, dann brauchen die nicht ins Hotel.
00:37:32: Die können unten schlafen, in diesen Gästezimmern.
00:37:37: Das fand ich klasse.
00:37:39: Das ist schon ... Ah, ich mein, zwanzig Jahre her oder so, als er das geplant hatte.
00:37:45: Das kommt ja jetzt immer mehr, diese Generationenübergreifenden Projekte, wo auch die alleinerziehende Mutter mit ihren zwei Kindern wohnt und aber auch das Renderepaar mit dem Roulator und wo es in der Mitte so einen Innenhof gibt, wo man, was weiß ich, Rumikap spielen kann, die älteren und die Jüngeren mit einem Ghetto-Blaster, wo man wo es einfach so ... Normal ist, all zu sein und Hilflosen abhängig zu werden, aber auch klein, Kind, ja auch hilflos und als Alternative zum Altenheim.
00:38:20: Und da ist eine Menge in Bewegung.
00:38:24: Und es gibt auch eine Menge Immobilien, wo man das machen kann.
00:38:26: Sie kommen eigentlich aus dem Rheinland, da gibt es viele Bauernhöfe, die so jetzt nicht mehr genutzt werden, die sich verkleinern.
00:38:34: Altersübergreifenden Wohnprojekte auch machen könnte.
00:38:38: Ja, das wäre so irgendwie mein Wunsch, bei einem Altersheim, so zu sagen.
00:38:42: Also quasi nicht nur aus medizinischer und gesellschaftlicher Sicht, sondern auch für sich selbst?
00:38:47: Auch für mich selbst, genau.
00:38:49: Also im Moment, ich habe jetzt, als ich umgezwungen bin, war ich zuletzt Mitte fünftig, da habe ich auch schon überlegt, dass alles nur zu einer Etage machen kann.
00:38:58: Also, dass die Dusche so ist, dass sich da problemlos reinkommen.
00:39:01: Also irgendwie, gut, das liegt einfach an meinem Job, dass ich das sozusagen auch so überlege.
00:39:06: Ich glaube, für andere ist es jetzt nicht so selbstverständlich.
00:39:09: Die haben vielleicht das eigene Alter nicht so auf dem Schirm.
00:39:13: Aber ich würde eher versuchen, Alternativen zum Altenheim zu entwickeln, zu finden oder ja.
00:39:20: Gut.
00:39:21: Und damit sind wir auch tatsächlich wieder beim Alter sozusagen.
00:39:25: Sie haben im Vorgespräch einen Begriff genannt, und zwar die Late-On-Set-Depression, also wo die Depression, die Erstmanifestation eher im mittleren bis fortgeschrittenen Alter hat.
00:39:38: Wie kommt das?
00:39:39: Also weil eigentlich habe ich so dunkel in der Errung, ähm, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh,
00:39:47: äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh, ä. mit depressiven Störungen.
00:39:57: und wenn das wirklich erst ab sechszig, fünfzig oder sagen wir mal in den späten fünfzigern anfängt, dann muss man immer gucken, wie ich das anfangs auch schon gesagt hatte, gibt es da eine organische Ursache?
00:40:11: Manchmal ist es auch eine Hirnturmono-Blutung, nekronische Entzündung, interessiere Wahl.
00:40:16: oder ist es vielleicht wie gesagt ein Demenzprozess.
00:40:19: Also Late-On-Set bei völlig leerer psychiatrischer Vorgeschichte, Das sollte man in jedem Fall abklären lassen.
00:40:27: Manchmal ist es einfach so, dass man einfach im Alter zum ersten Mal depressiv wird.
00:40:33: Das ist ziemlich unkompliziert dann und auch gut zu behandeln.
00:40:36: Aber häufig gibt es eben auch eine andere Ursache, die man dann aber behandelt und dann ist auch die Depression quasi weg.
00:40:45: Und bei dem Erstgenannten, wenn Sie sagen, es handelt sich tatsächlich dann um eine Depression, die keine andere Ursache hat, sozusagen, wie erklären Sie sich das ab dem Alter dann?
00:40:55: Ja, es verändert sich halt einiges.
00:40:59: Also eigentlich die Late-On-Set-Depressants eigentlich jenseits der fünfundsechzig.
00:41:02: Das würde man jetzt zunehmend auch etwas nach unten sehen, das Alter.
00:41:07: Aber so wie das in der ursprünglichen Definition war, hängt es auch mit dem Eintritt in diesen sogenannten dritten Lebensabschnitt zusammen.
00:41:13: Da verändert sich halt ziemlich viel.
00:41:16: Die Brenntung ist einerseits erträumt man sich das, andererseits ist es für viele auch wirklich der Verlust der sozialen Rolle und von Aufgaben, mit denen man sich identifiziert hat.
00:41:27: Dann kommt hinzu, dass man auch merkt, die eigene Endlichkeit, das körperlich ist noch nicht mehr so fit, ist alles anstrengender.
00:41:37: Optisch lässt man nach, das fing man schon früher an, aber spätestens in dem Alter merkt man das dann auch.
00:41:44: Und viele Dinge sind auch nicht mehr zu richten.
00:41:47: Wenn da eine Trennung ist, findet man so schnell nicht wieder neuen Partner.
00:41:50: Das ist mit zwanzig ganz anders.
00:41:53: Und viele ... sind auch einfach von ihrer Lebensbilanz enttäuscht, dass die Kinder doch nicht so sich kümmern, wie man sich das gedacht hat, dass man mit dem Geld nicht auskommt, dass die Partnerschaft dem Alter doch nicht so harmonisch ist, wie erhofft.
00:42:09: Und das ist für viele dann im Grunde einfach noch mal so aufs Leben zurück zu blicken und sich zu fragen, war es das, hat sich der Einsatz gelohnt, was sind das, was ich wollte?
00:42:19: Und das führt bei vielen Schulen zu... Wirklich auch so eine Entwicklung ernsthaft depressiver Symptome.
00:42:26: Und was da, was man da machen kann, ist, man nennt das Lebensrückblicktherapie, dass man wirklich versucht, die einfach nochmal den eigenen biografischen Werdegang sich anzugucken und durchzusprechen und zu schauen, wo sind sie, wo die Brüche, wo sind so die Dinge, die sich nicht in mein persönliches Narrativ eingliedern lassen, sondern die Dinge, mit denen ich hartere, mit denen ich nicht abgeschlossen habe.
00:42:52: um dann zu gucken, dass auch, wenn es furchtbar ist damals und auch jetzt noch, dass es letztlich durchaus auch ein Wert hatte, gibt diese Bezeichnung sein, was du geworden bist.
00:43:05: Also wenn ich jetzt hier sitze mit all den Narben und Niederlagen und Frustgeschichten, die ich hinter mir habe, bin ich doch das, was ich jetzt auch bin durch die negativen Erfahrungen, durch die Schlachten, die ich vielleicht nicht gewonnen, aber irgendwie im blauen Auge überstanden habe und durch all die Dinge, die ich irgendwie gemeistert habe und die dann plötzlich irgendwie doch noch irgendwie sich ganz gut entwickelt haben.
00:43:27: Also, dass man so mit sich etwas ins Reine kommt und sieht auch, wenn vieles ungerecht und sinnlos und schmerzhaft war.
00:43:36: Am Ende bin ich rausgekommen, so wie ich bin und eigentlich auch als wertvoller Mensch, der auch ein Stück mit sich zufrieden sein kann.
00:43:43: Also, etwas... abzuschließen mit den Dingen auch.
00:43:48: Würden Sie denn auch sagen, dass es was gibt, das ich präventiv tun kann, um gar nicht erst in so eine vielleicht grübel Spirale zu kommen und dann gegebenenfalls eine Depression zu entwickeln?
00:43:58: Also es hilft sicher sich auf diesen dritten Lebensabschnitt bewusst vorzubereiten.
00:44:04: Also zu überlegen, was mache ich denn, wenn ich mal nicht arbeite?
00:44:08: Also man wird fängt vielleicht noch mit sechzig an zu rudern, aber man wird nicht mit siebzig irgendwie noch was wahrscheinlich nichts neues machen.
00:44:15: Aber man ist heißt oder Freundschaften zu fliegen oder sich so sozial zu engagieren, solange man auch noch während der Berufstätigkeit, das ist dann zwar ziemlich ätzend, aber man hat, wenn die Kinder aus dem Haus sind ja doch etwas mehr Zeit dann und dann auch sozusagen nicht abends vom Fernseher zu sitzen, sondern auch zu gucken, ich Ich gehe in ein Tanzclub, ich gehe in ein Kulturverein, wo die Zusammenausstellungen besuchen oder so was.
00:44:45: Soziale Kontakte sind ganz wichtig und auch eine Aufgabe zu finden, die einen erfüllt.
00:44:52: Bei der Tafel sich engagiert, es gibt ja endlose Möglichkeiten.
00:44:57: Man muss nur ein bisschen gucken, weil hier in Deutschland ist es ja eigentlich gut vernetzt und wird auch gut kommuniziert, was die Gemeinden und Kommunen so ... anbieten.
00:45:07: Da muss man nicht so ins Loch fällt.
00:45:10: Was würden Sie sagen, welche Rolle spielen da vielleicht auch Angehörige, wenn es dann doch vielleicht in Richtung geht, mit depressiver Verstimmtheit mal zumindest?
00:45:21: Sollte man die Menschen dann darauf ansprechen versuchen die irgendwie zu motivieren.
00:45:25: das sollte man machen und man sollte sie auch motivieren sich professionelle Hilfe zu holen.
00:45:31: also was gut gemeint ist aber meistens völlig daneben ist dieses nur freudig.
00:45:36: doch weil die depressiven das ist ja gerade das problem die können sich nicht freuen wie ich das am anfang auch schon gesagt hatte wenn dann irgendwie der Besuch von Enkeln kommt oder so und alle Sachen.
00:45:47: Da müsste ich doch freuen.
00:45:48: Der Betroffene selbst merkt es, selbst am quälensten, wie das ist, dass er sich nicht freuen kann.
00:45:53: Alle erwarten, dass sie die Enkel herzlich in den Arm nimmt und der sitzt nur völlig unbeteilig da.
00:46:00: Und weil er nicht anders kann und dann zu sagen, komm doch, freu dich mal.
00:46:06: Legt den Finger in die Wunde.
00:46:09: Ich merke, du veränderst dich, es geht dir nicht gut.
00:46:13: Ich bin auch zu nah dran.
00:46:14: Ich bin kein Profi.
00:46:16: Lass uns einfach Hilfe suchen.
00:46:19: Oft ist der Hausarzt ein guter Ansprechpartner, der seine Patienten lange kennt.
00:46:27: Viele sind auch entsprechend zusätzlich qualifiziert.
00:46:29: Und wenn der Hausarzt nicht weiterkommt, kann der immer noch ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie weiterverweisen.
00:46:36: Aber auf jeden Fall, sich Hilfe zu
00:46:38: holen.
00:46:39: Wie ist das, wenn Sie Patientinnen über einen längeren Zeitraum begleiten, sich gegebenenfalls ganz gut kennen?
00:46:46: Haben Sie so einen Standardspruch, mit dem Sie sich verabschieden von denen?
00:46:50: Wenn die, entweder ich sage es mal im stationären Bereich, dann wirklich über mehrere Wochen da waren oder eben im ambulanten Bereich nach einer Visite, nach einer Sitzung, was auch immer, wie verabschieden Sie sich?
00:47:04: Auf Wiedersehen, alles Gute.
00:47:06: Und passen Sie auf sich auf.
00:47:08: Das habe ich so ein Stück übernommen von kanadischen Freunden.
00:47:11: Da kommt ja auf dieses Take care.
00:47:14: Und das finde ich eigentlich nett.
00:47:17: Gut.
00:47:17: Dann sage ich das auch, das kann man ja immer sagen, für Sie.
00:47:21: Passen Sie auf sich auf.
00:47:22: Ich bedanke mich auf jeden Fall ganz herzlich für das Gespräch.
00:47:24: Vielen Dank für Ihre Zeit.
00:47:27: Und das war's schon wieder mit, was heißt ihr gestört?
00:47:30: Dem Podcast aus der Psychiatrie über Psychiatrie.
00:47:33: Wenn ihr Fragen, Wünsche, Anregungen sonstiges habt, was ihr loswerden wollt, meldet euch einfach über die Social-Media-Kanäle der Astlipios-Kliniken.
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