Kinder- und Jugendpsychiatrie
Shownotes
Bewertungsängste, Schamgefühle, Bindungsschwierigkeiten – nur einige Dinge unter denen Kinder und Jugendliche leiden können. Dr. Bastian Claaßen ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters im Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn und sieht regelmäßig, dass genau diese Probleme dazu führen können, dass junge Menschen nicht mehr zur Schule gehen. Wie er und sein Team ihnen helfen können und was dabei die Herausforderungen sind, erzählt er in dieser Folge.
Dr. Bastian Claaßen Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn https://www.asklepios.com/tiefenbrunn/abteilungen-spezialistinnen/spezialistensuche/profil/dr-bastian-claassen-8544
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00:00:04: Das ist etwas, was man durchaus häufiger sieht bei sozialen Ängsten.
00:00:07: Dass aber ein unbewusster Wunsch eine Rolle spielt.
00:00:10: Ich möchte gerne von den anderen anerkannt werden und gesehen werden.
00:00:13: Aber ich habe Angst, dass die anderen mich auslachen als ziehe ich mich lieber zurück.
00:00:18: Moin und
00:00:19: herzlich willkommen zu
00:00:20: Was heißt dir gestört?
00:00:22: dem Podcast
00:00:22: aus
00:00:23: der Psychiatrie
00:00:24: über Psychiatrien.
00:00:25: Ich darf an dieser Stelle regelmäßig mit Menschen sprechen, Dr.
00:00:33: Bastian Klassen, er ist Chefarzt der Asklepios Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters in Tiefenbrunnen im Landkreis Göttingen.
00:00:42: Da liegt es nahe dass wir heute über Kinder und Jugendliche sprechen.
00:00:46: vor allem reden wir über Schulängste und Schulvermeidung wie die entstehen
00:00:50: und
00:00:51: wie hier die stationäre Behandlung aussieht.
00:00:58: ich starte wie immer gerne mit der Frage was heißt denn gestört?
00:01:02: Was ist Ihre Antwort darauf was es für Sie gestört?
00:01:07: Das Wort benutzen wir gar nicht so viel, gestört.
00:01:10: Aber es gibt schon eine Stelle wo wir das häufiger nehmen.
00:01:12: dass ist wenn was auf der Beziehungsebene auf der beziehungs Ebene gestört ist und da schauen wir uns dann mal ganz genau an.
00:01:19: das ist mehr.
00:01:19: so kommt aus der relationalen Psychoanalyse Und da gibt's einen englischen Begriff der ist eigentlich gängiger rupturen repair also wenn zwischen terapeut und patientin So ein missmatch kommt irgendeiner situation wo was hakelt Und man sich dem bewusst wird und sich dann anschauen, was hier los ist.
00:01:38: Man hat eine Repair-Situation hergestellt.
00:01:40: Wir wissen mittlerweile dass das für Psychotherapie sehr hilfreich ist.
00:01:44: Also die Behandlung sogar wo es zu Rapture und Repair kommt häufig günstigere Ergebnisse zeigen als Behandlungen wo das gar nicht passiert oder wo es natürlich ganz viel passiert.
00:01:54: also da benutzt man den Begriff Störungen sagen aber eher Mismatch ansonsten benutzen wir das Wort nicht soviel
00:02:01: Dann lassen wir es auch wieder mit dem Begriff.
00:02:03: Wir wollen heute über Kinder- und Jugendpsychiatrie sprechen, erst mal um so einen ganz allgemeinen Überblick zu bekommen.
00:02:12: was sind so klassische Erkrankungen in dem Alter?
00:02:18: Also mein Weg war ja der dass ich aus der Erwachsenenpsychratrie gekommen bin.
00:02:22: dann ist die Kinder und Jugend Psychiatrie so entdeckt habe für mich Sodass man schon auch Krankheitsbilder dort sieht.
00:02:30: Die sehen alle ein bisschen anders aus, schon als im Erwachsenenbereich.
00:02:32: aber für die, die ja so vielleicht mit Erwachsenden sonst zu tun haben wir haben es mit Depressionen zu tun mit Ängsten Aber dann haben wir auch einen großen Bereich von Entwicklungstörungen oder ADH Symptomatik mit der häufig im Kinder und Jugendlichen Alter an.
00:02:50: Dann gibt's auch so ein Bereich wo man Wo so Themen wie Lesereitschreibschwäche, motorische Entwicklungsdefizite eine Rolle spielen.
00:03:00: Das was wir in der Klinik viel sehen, wir haben viel mit Depressionen Ängsten aber auch Trauma-Vollgestörung zu tun.
00:03:07: Zwangsstörungen Essstörung das sind so vielleicht das was wir am häufigsten sehen.
00:03:13: Und gerade weil sie beides kennen und aus dem Erwachsenenbereich kommen, was würden Sie sagen sind die größten Unterschiede?
00:03:20: Vielleicht die größte Herausforderung dies bei Kinder- und Jugendlichen gibt im Vergleich zur Therapie mit Erwachsenden.
00:03:27: Also das ich in der Zeit gelernt habe von meinen Kollegen als ich angefangen hab sozusagen in den Bereich war dass man einen eigenen Blick für Kinder und Jugendliche braucht auch vom Entwicklungsalter wie Alti sind um mal so ein Beispiel zu sagen.
00:03:38: wenn man jetzt Also dass man die Symptomatik oder die Diagnose noch nicht übersieht.
00:03:46: Während bei Erwachsenen, wenn wir Depression als Beispiel nehmen dann also eine Antriebsminderung, depressive Stimmungslage, Konzentration, Schwierigkeiten, Schlafstörungen und so Beispiele zu nennen kann es auch bei Kindern und Jugendlichen geben.
00:03:59: Aber dann gibt es noch andere Verhaltensweisen, dass zum Beispiel ein stärker so impulsives Verhalten eine Rolle spielt oder das Aggression- oder Ärger bei Depressionen eine Rolle spielen.
00:04:09: Da braucht man einen extra Blick für den Kinder und Jugendlichen Bereich.
00:04:15: Und abgesehen von der Diagnostik vielleicht auch in der Beziehungsgestaltung, Sie selbst sind ein Erwachsener, Ihre eigene Kindheit ist ein bisschen her, da erinnert sich nicht an alles.
00:04:25: vieles hat sich geändert.
00:04:26: Gibt es da besondere Herausforderungen, die Sie mit Kindern und Jugendlichen haben?
00:04:30: Wo sie sagen, da muss ich mehr darauf achten als im Erwachsenenalter.
00:04:35: Ja Kinder und Jugendliche müssen etwas mehr für die Therapie auch gewonnen werden.
00:04:38: also die meisten Kinder und Jüngliche schreien nicht juhu wenn jemand auf die Idee kommt jetzt braucht es Psychotherapie und so dieses.
00:04:46: wie komme ich in Kontakt mit Kindern über das Spiel?
00:04:49: Wie komme ich den Kontakt mit Jugendlichen?
00:04:53: dass man vielleicht noch mehr als mit Erwachsenen schaut, was sind die Interessensgebiete?
00:04:58: Wie kommen wir miteinander in Kontakt?
00:05:00: oder ich mache ja auch viel Gruppentherapie mit Jugendlichen.
00:05:03: Auch da vielleicht nicht gleich mit dem Thema starten soll erst mal schauen wie sind wir hier miteinander, wie kommen wir zusammen ins Gespräch, das man entwickelt immer mit der Zeit so ein Gefühl für und wenn man sich an seine eigene Kindheit erinnert oder die Jugend wie man da in Kontakt gekommen ist es hilfreich.
00:05:21: Jetzt wollten wir uns heute so ein bisschen das Thema Schulangst und Schulabsentismus angucken.
00:05:28: Warum wollten Sie über das Thema sprechen?
00:05:32: Das war mir besonderes Anliegen, über das thema zu sprechen weil wir so viele Kinder und Jugendliche haben die damit zu tun haben dass sie dann aus verschiedenen Gründen da würde ich gleich noch was sagen aber da dann deutlich wird okay ich komme irgendwie in meiner Entwicklung gerade nicht weiter.
00:05:50: Das erklärt vielleicht auch den Kinder und Jugendlichen Bereich noch mal.
00:05:53: Unsere Aufgabe ist natürlich, nach Symptomatik oder Diagnosen zu gucken.
00:05:56: Aber parallel dazu schauen wir immer, wie sind gerade die Entwicklungen der Kinder?
00:06:01: Und da kommt es dann halt zum ... Wenn Kinder- und Jugendliche ins Stolpern kommen und aufgrund von Ängsten nicht mehr die Schule besuchen können, kann es größeren Schwierigkeiten kommen.
00:06:12: Deswegen war mir das ein großes Anliegen.
00:06:15: Wie wird eine Schulangst sichtbar?
00:06:20: Da sind wir dann schon bei den unterschieden vom Alter her.
00:06:22: Bei den Kindern ist es gar nicht so selten, dass man das erst mal gar nicht jetzt, was man jetzt Ängste oder Vermeidungsverhalten gleich auf dem ersten Blick sieht, sondern dass Kinder häufiger auch erstmal mit körperlichen Symptomen sich melden, Bauchschmerzen, Kopfschmerz und Übelkeit.
00:06:39: Und bei Jugendlichen also jetzt haben wir zwischen fünf zehn und achtzehn so die Alterspanne da kriegt man das schon eher mit erzählern auch schon mehr wenn sie erzählen, wenn man im Kontakt ist mit ihnen Genau, dass Ängste eine Rolle spielen.
00:06:52: Scham, Ängst zu versagen, Angst das andere ein auslachen könnten, Angst, dass man einen schlechten Stand in der Gruppe haben könnte.
00:07:03: Wenn dann Vermeidung dazukommt ... Nee, heute bin ich mal nicht gegangen.
00:07:07: Ich gehe vielleicht später, danke ich aber doch nicht!
00:07:09: So wenn die Vermeindungen schon anfängt wird die Symptomatik meistens mehr.
00:07:16: Wie kann ich denn auch als Elternteil erkennen?
00:07:20: Okay, wenn die Vermeidung losgeht.
00:07:24: Ist das schon Angst oder ist es vielleicht auch ein ... Ich hab grad keinen Bock?
00:07:29: Total schwierige Frage!
00:07:32: Muss ich ehrlich sagen weiß ich nicht und meistens wissen sie Kinder- und Jugendlichen auch noch nicht und die Eltern auch nicht um.
00:07:39: meine Empfehlung wäre miteinander ins Gespräch zu gehen im Kontakt zu gehen sich dafür interessieren zu fragen und versuchen gemeinsam rauszubekommen.
00:07:48: Okay.
00:07:49: Würden Sie sagen, es betrifft eher Jung oder Mädchen?
00:07:53: Gute Frage!
00:07:54: Die Schwierigkeit ist so ein Stück weit dass wir... Es melden sich gar nicht so viel Jungs bei uns.
00:08:02: also wir haben viel mehr Anmeldungen für unsere in unserer Institutsambulanz und auch stationär von Mädchen.
00:08:12: Es betriffe beide.
00:08:14: Aber diejenigen, die sich mehr Hilfe holen, sind tendenziell stärker.
00:08:17: Die Mädchen gerade im Jugendlichen
00:08:18: Bereich.
00:08:19: Okay aber Fokus auf die, die sie sich Hilfe holt.
00:08:22: Also kann durchaus sein dass es das bei Jungs auch... Auf jeden Fall.
00:08:25: ...dass es verbeitete ist, aber die bei ihnen niemals vor der Tür stehen sozusagen?
00:08:28: Genau!
00:08:28: Es gibt's auf jeden Fall in beiden Geschlechtern.
00:08:32: Genau.
00:08:33: Mädchen scheinen in der Lage zu eigentlich eher Hilfe zu holen als Jungs.
00:08:38: Und sehen Sie über die Jahre Jahrzehnte Ist irgendwie eine Entwicklung, ist das was, was zugenommen hat?
00:08:51: Also was wir schon sehen.
00:08:53: also wenn wir jetzt die Corona-Zeit jetzt nochmal mit reinnehmen.
00:09:00: Da sind jetzt gerade Ende... also im Jahr zwei tausendfünfundzwanzig sind da noch mal neue Zahlen veröffentlicht worden dass man schon sehen kann, dass so Mädchen ab dem vierzehnten Lebensjahr stärker nochmal von Ängsten und Depressionen betroffen sind.
00:09:13: nicht nur Mit Corona zu tun, es gibt auch verschiedene andere Ängste und Befürchtungen mit den Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind.
00:09:20: Die Kriege, mit denen wir Rat zu tun haben, wirtschaftliche Nöte, Zukunftsängste ... Sodass da die Zahlen relativ frisch von im Jahr zwanzig von der COPSI-Studie, dass da die Zahlen bei den Mädchen höher hoch gegangen sind als Ängst und Depressionen angeht.
00:09:37: Gibt's denn so typische Altersklassen?
00:09:39: Oder ist das wirklich von bis?
00:09:41: Das ist von bis!
00:09:44: Also so nochmal speziell Pubertät beispielsweise spielt dann nicht unbedingt mit rein.
00:09:49: Doch schon, also was wir häufiger sehen ist das so Schwellensituation eine große Rolle spielen.
00:09:54: Also Schwellen-Situation sind immer Situationen wo es Veränderungen gibt zum Beispiel Wechsel von Kindergarten in die Grundschule, von der Grundschul in die weiterführende Schule.
00:10:05: Das ist eine Schwellesituation.
00:10:09: dass gerade bei Schwellensituationen, das sind Situationen wo es eher zu Peaks kommen kann oder wo Krankheitsentwicklungen starten können.
00:10:18: Und das sind Schnellensituation in üblicher Weise Situationen, wo in der normalen Entwicklung man damit klarkommt weil das eine gewisse Herausforderung ja ist.
00:10:27: Es kommt ne neue Klasse neben wem sitzt sich dann?
00:10:31: wie wird es da sein finde ich neue Freunde.
00:10:33: also diese Befürchtung oder Gedanken, die kennt eigentlich jeder.
00:10:37: Und es ist auch eine Entwicklungsaufgabe.
00:10:39: also so ne Krise könnte man sagen ist immer ne Chance auch weil wenn man's dann schafft neue Freunde zu finden neuen Sportverein oder neue Hobbys entwickeln kann Weil man andere Impulse bekommt.
00:10:49: das ist ja eine riesen Chance für die Entwicklung.
00:10:52: Aber so eine Schwellensituation ist aber auch eine Situation Wo es eben zu einer stärkeren Krise kommen kann wo gewisse Schritte nicht geschafft werden können.
00:10:59: und dann sind im erster Linie die Eltern und dann vielleicht später auch für Psychiotherapeuten gefragt zu helfen.
00:11:07: Wo Sie jetzt gerade schon die Eltern ansprechen, welche Rolle spielen die erst mal in der ja ich nenne es mal Früherkennung?
00:11:14: Also haben sie da Tipps.
00:11:17: sozusagen sollte man das schon wenn man direkt irgendwie das erste Anzeichen hat hat direkt ins Gespräch gehen oder erst mal ein bisschen abwarten, beobachten.
00:11:29: lässt sich das Pauschal überhaupt sagen?
00:11:32: Pauschale lässt es glaube ich nicht beantworten.
00:11:36: Häufig ist es ja so eine Mischung dass man als Eltern vielleicht was beobachtet.
00:11:41: dann ist es häufig günstig wenn man sich mit seinem Partner seiner Partnerin erstmal austauscht wir nennen das in der Psycho-Analyse auch Triangulierung also immer günstige sozusagen drei oder mehr zusammenkommen und über etwas nachdenken.
00:11:54: Dann ist man nicht so sehr in der Diade, das ist also mein wegen Mutter-Tochter Verhältnis kann auch Vatertochter oder Vatersohn sein.
00:12:02: Und dann wenn man mit seiner Partnerin, seinem Partner spricht Mensch ich habe das beobachtet wie siehst du das denn?
00:12:07: Dann kommt da schon mal kommt man vielleicht aus seinen Sorgen schon mal raus und spricht darüber Dann ist es naheliegend auch das Kind anzusprechen.
00:12:14: Mensch Wie geht's dir damit dass man sich dafür interessiert?
00:12:17: Es kann als Angebot aufgefasst werden aber vielleicht wird es auch erst mal nicht aufgegriffen, dass man da so dran bleibt.
00:12:24: Und dann wäre der erste Schritt vielleicht auch nicht gleich zum Niedergelassen im Psychiaterpsychotherapeuten in die Klinik, sondern es gibt ja viele Angebote für Familien lokal, das man erstmal zur Erziehungsberatungsstelle gibt.
00:12:39: Die machen häufig einen tollen Job wo es erstmal um so erzieherische pädagogische Fragen vielleicht auch geht.
00:12:46: aber meine Empfehlung wäre schon Gedanken oder Beobachtungen die man nimmt Die man hat so ernst zu nehmen, dem nachzugehen.
00:12:52: Muss ja nichts vorauskommen.
00:12:53: aber wenn da was vorauss kommt dass man dann so einen Geweg gemeinsam geht das wird schon von Kindern und Jugendlichen auch eben anerkannt oder anerkennstigend.
00:13:01: jetzt komisch die würden es ja nicht sagen Aber Kinder und Jugendliche merken Das werden sich die Erwachsenen für ein interessieren Und das ist häufig schon die halbe Miete
00:13:11: Gehören.
00:13:11: zu den Erwachsenden auch Lehrerinnen die sich interessieren sollten
00:13:16: Genau.
00:13:16: Das ist auch gar nicht so selten, dass Lehrer sozusagen diejenigen sind, die als erstes was beobachten, weil die Kinder und Jugendlichen vielleicht zu Hause gar nicht viel erzählen, weil sie noch unangenehm ist oder scham besetzt ist.
00:13:27: Genau!
00:13:27: Und dann... es haben wir auch häufiger das, wenn wir die Jugendlichen aufnehmen, dann sehe ich meine Kolleginnen und ich, wir sehen die Kinder- und Jugendliche immer gleich am Aufnahmetag und dann fragen wir auch Mensch wie bist du darauf gekommen zu uns zukommen?
00:13:44: Also häufig würde ich es nicht sagen, aber es kommt gar nicht so selten vor.
00:13:47: Dass dann gesagt wird ja meine Lehrer haben mich angesprochen und das war der Staat.
00:13:53: Spielen denn Lehrerinnen vorab auch schon in der Grundschule mit Blick auf weiterführende Schulen eine Rolle?
00:14:02: Insofern als diejenigen sind, die eine Schulempfehlung abgeben?
00:14:09: Ich weiß gar nicht, wie das in allen Bundesländern ist.
00:14:11: In Niedersachsen will ich auch nichts Falsches sagen weil ich kein Lehrer bin.
00:14:14: aber mein Stand ist dass es in der Entscheidung der Eltern liegt.
00:14:18: nicht mehr eine Lehreentscheidung ist und die Lehrer aber Empfehlung oder man kann im Gespräch mit den Eltern besprechen.
00:14:26: Aber die Entscheidung der Entscheidungswille liegt bei den Eltern.
00:14:30: Und dann aber trotzdem gehen wir zurück zu den Eltern da gefragt Ist das was, was eine Rolle spielt?
00:14:36: Beobachten Sie dass es Eltern gibt die ja dem Kind eher nahe legen.
00:14:43: Ich sage mal das Gymnasium zu besuchen aus welchen Gründen auch immer und da schnell eine Überforderung eintritt und ist dann wieder mit Leistungsdruck usw.
00:14:51: dazu führen kann, dass es dem Kind irgendwann nicht gut geht.
00:14:54: damit
00:14:55: also Werke ist ne Konstellation ich mir vorstellen kann die ich auch schon erlebt habe.
00:15:03: Da ist dann so ein familientherapeutischer oder systemischer Blick ganz interessant, weil man schauen könnte gibt es da transgenerationale Themen.
00:15:12: Also wie ist das Thema Leistungen bei den Eltern?
00:15:14: Bei den Großeltern?
00:15:15: welche Erfahrungen haben die Eltern damit gemacht?
00:15:17: Das wäre so ein Thema und das könnte man sich dann anschauen.
00:15:21: also wenn Eltern die Kinder anmelden Erkundigen wir uns auch, wie ist denn die Biografie der Eltern?
00:15:27: Wie ist es in den Generationen davor gewesen und zu schauen, ah, wiederholt sich hier ein Thema.
00:15:34: Das ist schon denkbar.
00:15:36: Es ist aber genau andersrum denkbar, dass sozusagen genau das nicht vorgegeben wird oder zu wenig Druck in Anführungsstrichen gemacht wird.
00:15:44: Und dann eher die Frage ist, warum ist da vielleicht zu wenig Unterstützung?
00:15:48: Was wird da nicht gesehen?
00:15:49: Ist auch denkbar!
00:15:51: Wenn jetzt die Menschen den Weg zu ihnen finden, sei es durch Empfehlungen der Lehrer in Eltern sagen hier wir sollten mal was an irgendwie ein Auge drauf haben.
00:16:04: Wie viele Plätze gibt's bei Ihnen im Klinik?
00:16:07: Wir haben in Tiefenbrunnen achtundreißig vollstationäre Behandlungsplätze.
00:16:12: das sind fünfzehn Plätze für Kinder im Alter von so acht neun und dann zehn bis vierzehn-fünfzehn Kinder und junge Jugendlichen Bereich.
00:16:24: Und dann haben wir noch den Jugendlichenbereich mit drei zwanzig Plätzen, die sind dann so ab fünfzehn bis achtzehn.
00:16:31: Wenn aber Entwicklungsverzögerungen vorliegen, dann können wir Jugendliche auch im Alter von neunzehntzwanzig behandeln bis zum bis zum Start des einzwanziger Lebensjahres.
00:16:40: Okay.
00:16:42: Und da nehmen Sie mich gerne einmal mit in diese Situation.
00:16:45: ich melde mich bei Ihnen an.
00:16:46: also erst mal vorab vielleicht noch wie lange ist die Wartezeit?
00:16:49: Ist ja auch immer ein Thema.
00:16:51: Genau, mit der Wartezeit ist es so dass die im Kinder- und Jugendlichen Bereich etwas unterschiedlich ist.
00:16:57: Wir haben im Jugendlichenbereich jetzt eine etwas höhere Wartezzeit.
00:17:00: Wenn ich jetzt nur auf die warte Liste schauen würde dann müsste ich eigentlich sagen kann halbis Jahr bis Jahr sein.
00:17:08: Aber die Realität sieht dann doch auch anders aus.
00:17:10: also weil wenn wir machen Geplante Aufnahmen, das heißt dann kommt der Anruf.
00:17:15: Wir können zu dem Zeitpunkt aufnehmen und es kann ja immer irgendwelche familiären schulischen Belange geben wenn die Kinder und Jugendlichen noch im Schulkontext sind.
00:17:23: Das ist ja hoffentlich so, sodass es wieder zu einer Verzögerung kommt und dann kann es sein dass man von der Warteliste beim nächsten anrufen und ich habe jetzt gerade kürzlich wieder Jugendliche aufgenommen, die haben nicht lange gewartet.
00:17:37: Das waren zwischen sechs Wochen und drei Monaten.
00:17:39: Das ist natürlich immer am günstigsten, wenn wir möglichst schnell auch einen Behandlungsplatz ermöglichen können.
00:17:44: Wenn es nicht geht versuchen wir über die Ambulanz also alle Jugendlichen und alle Kinder auf die zu uns kommen.
00:17:49: Die werden vorher bei uns in der Institutsambulanz gesehen Und wir sind gerade dabei die Instituts ambulanz etwas auszubauen machen jetzt Gruppentherapie an Gebote So dass wir dann schon versuchen über die ambulanz Dann entweder die Wartezeit zu überbrücken oder Es sogar abzufangen das vielleicht gar kein stationärer offenteil erforderlich ist.
00:18:11: Wenn alle Beteiligten aber der Einsicht zu der Einsacht kommen, dass stationäre Aufenthalt bei ihnen sinnvoll wäre.
00:18:22: Wie kann ich mir das dann vorstellen?
00:18:23: Also ich komme an als Ich sage jetzt mal vierzehnjährige wie läuft es ab?
00:18:30: Genau also wenn sie als Vierzehnjährige zu uns gekommen sind haben sich schon ein bisschen was bei uns gesehen.
00:18:35: Sie haben die Institutsambulanz gesehen und Wir machen es immer so, dass hier auch die Station schon mal gesehen haben.
00:18:42: Es ist halt möglich, die Station einmal vorzubesichtigen, dass man schon mal ein bisschen reinschnuppern kann und am Aufnahmetag ist es dann so.
00:18:48: das Erstmalaufnahmegespräch erfolgt bei unseren Stationsärzten und Therapeuten und den Kollegen vom Pflege- und Erziehungsdienst.
00:18:55: also man lernt dann gleich schon die ersten Kollegen von dem Team kennen wo wir sozusagen uns dafür im Aufnahmengespräch erstmal so.
00:19:05: die Frage kommt was für dich zu uns?
00:19:09: Da musste ich grad so ein bisschen innehalten, weil wir duzen die Kinder und siezen Jugendlichen.
00:19:14: Und als vierzehnjährige würdest du sozusagen in der Rosenwille im Kinderbereich aufgenommen werden und würde es geduzt werden?
00:19:24: Im Aufnahmengespräch wäre dann die Frage was führt dich denn zu uns?
00:19:26: dass wir schon mal eine erste Idee bekommen.
00:19:28: Wir fragen machen dann immer am zweiten Teil auch einen Gespräch mit den Eltern.
00:19:31: das wird da auch schon einmal hören Was ist deren Blick darauf?
00:19:34: und dann wird am Aufnahmetag erstmal Kürzeres Aufnahmegespräch, halbe Stunde, dreiviertel Stunden ist für eine große Idee schon mal bekommen.
00:19:42: Und dann werden nochmal die Stationsregeln erklärt und der Stationsablauf damit du schon mal einen guten Überblick bekommst was dich noch so erwartet.
00:19:50: Es wird auch ne körperliche Untersuchung kommen.
00:19:51: Ne Blutentnahme.
00:19:52: das sind so Standards im Krankenhaus.
00:19:54: Dann die größere Angst wird wahrscheinlich sein Was sind hier für andere Kinder auf Stationen?
00:19:58: Die wirst Du gleich kennenlernen.
00:19:59: wir machen gleich zusammen wirst du dir in der Gruppe kennenlernen, heute Abend das Abendbrot zusammen und dass man dann so Stück für Stück die Station erobert sozusagen.
00:20:10: Das wird so am Anfang sein.
00:20:13: Wie ist es denn so andere Kinder kennenzulernen?
00:20:15: Also läuft das ein bisschen zufällig.
00:20:17: oder werden die mir explizit auch noch mal vorgestellt, die schon länger da sind?
00:20:21: So ein bisschen beides.
00:20:22: wir machen das so ein bisschen mit einem Patensystem
00:20:26: d.h.,
00:20:27: die Kinder von der Station hören auch vorher Wegen morgen kommt eine Aufnahme oder am Donnerstag kommt ne Aufnahme.
00:20:34: Wer von euch möchte die Patenschaft übernehmen, dass wir schon mal da so einen Ansprechpartner auch haben der dann auch nochmal von sich aus die Station zeigt und so müssen was dazu erzählt wie es auf der Station läuft, wie der Hase so läuft auf Stationen?
00:20:49: Und dann ist es so das die Kinder auch ein Binder des Bezugserzieher- oder Betrugspflegekraft von Kollegen vom Pflege- und Erziehungsdienst, also eine Person die sich noch mal stärker als das Gesamteam verantwortlich fühlt für das Kind.
00:21:07: Und die führen ganz viele Reflexionsgespräche zusammen.
00:21:11: und dann schauen wir so wie viel Unterstützung braucht derjenige?
00:21:16: braucht derjenige vielleicht mehr Unterstützung, dass man ein gemeinsames Spiel anbietet.
00:21:20: Dass man so in Kontakt kommt.
00:21:22: Vielleicht ist es auch jemanden, der eher beschämt wäre.
00:21:24: Wenn jetzt immer ein Erwachsener dabei ist, dann würde er so alleine ausprobieren lassen auf die Station zu kommen?
00:21:30: Genau!
00:21:33: Ich gehe mal davon aus, also wenn wir von meinem Thema Angst ... Also wenn Kinder und Jugendliche zu uns kommen, die mit Ängsten zu kämpfen haben das hat häufig mit Schamgefühlen zu tun.
00:21:44: Bewertungsängste spielen häufig eine Rolle.
00:21:47: viele Kinder und Jugendliche kommen zu uns wegen sozialer Phobie.
00:21:50: Also der Angst, dass andere ein negativer Werten können, andere einen auslachen könnten oder so.
00:21:57: Und es dann vielleicht schon zur Schulvermeidung gekommen ist – wir haben durchaus auch Kinder- und Jugendlichen bei uns die sehr lange nicht mehr in der Schule waren.
00:22:06: Dann gehe ich davon aus, das ist die Aufnahme bei uns und dann der Schritt in die gleichaltrigen Gruppe erst mal eine Riesenausforderung
00:22:12: ist.
00:22:14: Und gleichzeitig aber auch eine riesige Chance!
00:22:17: Weil in der Entwicklungstufe, in der wir arbeiten auch bei den Kleineren fängt das so langsam an.
00:22:22: Bei den Jugendlichen ist es zentral.
00:22:24: Ist die Peer Group die Gleichaltrigen sind?
00:22:27: Das sind eigentlich die Entwicklungshelfer sagen wir auch.
00:22:30: also Es geht ja darum sich mehr von den Eltern von den Erwachsenen abzulösen und in die gleichalterige Gruppe zu kommen So dass das am Anfang unser Ziel ist möglichst Gute Einstieg hinzukriegen guten Kontakt zur der Gruppe.
00:22:44: Was kann sie mir darüber sagen aus ihrer Erfahrung, woher kommen denn diese Ängste?
00:22:50: Sie waren jetzt schon mal direkt bei der sozialen Phobie.
00:22:53: Was steckt dahinter?
00:22:56: Das ist immer sehr unterschiedlich und das war auch mit ein Anliegen warum ich gern das Thema besprechen wollte weil daran vielleicht auch schön deutlich wird wie wir arbeiten.
00:23:05: also Wir haben eine integrierte stationäre Psychotherapie.
00:23:11: unser Schwerpunkt ist ein psychodynamisch psychoanalytischer Schwer Punkt.
00:23:15: Wir ergänzten auch verhaltenstherapeutische und systemische Elemente, aber unser Hauptfokus ist psychodynamischer.
00:23:22: Sodass wir bei Symptomentwicklung davon ausgehen dass es unbewusste Gründe gibt warum sich eine Symptomatik entwickelt.
00:23:30: Und das ist am Anfang dann die Aufgabe von den fallführenden Therapeuten und also gemeinsam natürlich mit meiner leitenden Therapeutin und den Oberärztinnen raus zu bekommen Warum hat sich bei diesem Kind, dieser Jugendlichen, diesem Jugendlichen die Angst-Symptomatik entwickelt.
00:23:47: Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben.
00:23:51: also man könnte so sagen auf den ersten Blick sieht man eine soziale Phobie da kann man psychopathologischen Bewunderheben und man kann diese Symptomatik genau herausarbeiten Und dann weiß man aber noch nicht was steckt dahinter.
00:24:04: und dieser blick den finde ich gerade so interessant oder spannend und da gibt es auch das ist ein hohes Entwicklungspotenzial wenn man da die Psychotherapie ansetzt.
00:24:14: Also, genau vielleicht kann ich Beispiele sagen.
00:24:17: also mir fällt ein Beispiel eines schon länger her.
00:24:21: Da ist eine Jugendliche zu uns in Behandlung gekommen wo erst mal unklar war warum sie eigentlich nicht mehr in die Schule gehen kann.
00:24:28: hatte.
00:24:28: vorher war einer Grundschule war das eigentlich unproblematisch und im Laufe der Zeit der Anamnese Entwicklung auch dann als wir mit der Mutter dann stärker im Kontakt waren und die Fremdanamnese mit der Mutter erhoben haben, ist dann deutlich geworden dass die Mutter selbst auch psychische Schwierigkeiten hatte.
00:24:47: Und es hat damit transparent umgegangen und dann wurde in der Diagnostik klar das bei dem Mädchen eigentlich eine schwere Bindungsstörung oder Bindungssicherheit eine Rolle gespielt hat.
00:24:58: Das heißt, die Dynamik bei diesen Mädchen ist dann ziemlich deutlich geworden war.
00:25:02: Dass immer wenn es ihrer Mutter schlechter ging sie sich schlecht von zu Hause lösen konnte und die Schule gehen konnte weil die Sorge so groß war auch Mutter.
00:25:09: Und da war zentral in der Therapie das Thema gemeinsam mit der Familie aufzuarbeiten.
00:25:17: Ich kann jetzt eine längere Behandlung kurz zusammenfassen aber Zentral war dass das Mädchen die Erlaubnis bekommen hat du darfst dich entwickeln das ist richtig so Und Mutter auch signalisiert, ich kümmer mich um mich.
00:25:30: Ich werde das dafür tun dass es mir auch besser geht und das Medien hat dann eine tolle Entwicklung gemacht aber wir mussten das erst mal auflösen was vorher nicht so klar war.
00:25:41: oder Mir fällt ein anderer Fall eines auch schon länger her.
00:25:48: Das war ne Patientin die immer wieder Schwierigkeiten in der Schule hatte wo dann Diagnostik bei uns auf Station deutlich geworden ist, die hatte Schwierigkeiten Grenzen einzuhalten also bei sich zu erkennen auch beandern zu erkennen.
00:26:06: Sie hat in ihrer Entwicklung selbst das nicht gut erfahren wie man Grenzen wahrnimmt erkennt und auch einhält.
00:26:13: beanderen.
00:26:14: und dies immer dass es immer wieder so zur unguten Verwicklung mit anderen gekommen sodass sie eigentlich immer wieder aus Gruppen sowie rausgeflogen ist.
00:26:20: Die anderen wollten nichts mit ihr zu tun haben.
00:26:22: sie konnte sich das gar nicht erklären.
00:26:25: Zentral war bei der Therapie dann mit ihr daran zu arbeiten.
00:26:27: Das war so ein Strukturfokus, haben wir das nennt man das?
00:26:29: Da haben wir daran gearbeitet dass sie das mehr entwickeln konnte also mehr Gefühl für sich und es gegenüber entwickeln könnte.
00:26:36: Also es wäre so, jetzt habe ich zwei Beispiele einmal so Bindungs- und Sicherheit dann ein Strukturfokus.
00:26:42: Ein drittes Beispiel wäre vielleicht noch so wenn so innere ungelöste Konflikte eine Rolle spielen.
00:26:49: Das sind so psychodynamische Herangehensweisen oder wenn man die Diagnostik entsprechend ansetzt, dass man das rausarbeiten kann.
00:26:56: Und da ist etwas was man häufiger sieht bei Ängsten, dass sozusagen die Angst zu groß ist beschämt zu werden also die Angst der andere könnten über mich lachen und andere können mich negativ bewerten.
00:27:09: ich ziehe mich lieber zurück.
00:27:11: Das kommt relativ schnell raus.
00:27:14: in den ersten Gesprächen kann man das so heraus arbeiten.
00:27:17: aber dann ist ja die Frage Aber was steckt noch dahinter, wie ist eigentlich der Wunsch?
00:27:21: Und wenn man das die Kinder und Jugendlichen mag ... Ich hab keinen Wunsch.
00:27:26: Ja ich will wieder in die Schule gehen und so aber... Das ist etwas, was man durchaus häufiger sieht bei sozialen Ängsten, dass ein unbewusster Wunsche eine Rolle spielt.
00:27:36: Ich möchte gerne von den anderen erkannt werden, ich möchte von den andern gesehen werden.
00:27:40: Ich habe aber Angst, dass die Anderen mich auslachen also ziehe ich mich lieber zurück.
00:27:44: Das kann man technisch nennen, man hat zentrales Beziehungskonflikt-Thema.
00:27:49: Und wenn es uns gelingt, das mit den Jugendlichen herauszuarbeiten in der Therapie.
00:27:53: Dann können wir sehr konkret an diesen unbewussten Wünschen, Befürchtungen und dem Vermeidungsverhalten arbeiten.
00:28:00: Das ist hochwirksam.
00:28:02: Sie haben schon relativ viele Begriffe so aus der Psychodynamik fallen lassen.
00:28:07: Können sie in wenigen Gesetzen auch wenn's glaube ich nicht einfach ist aber erklären was die Psychodynamikausmacht?
00:28:18: macht aus, dass wir davon ausgehen, dass es unbewusste Beweggründe sind.
00:28:22: Lieber bei der Symptomentwicklung eine Rolle spielen.
00:28:31: Okay dann noch mal ein bisschen ausführlicher vielleicht... wie gehen Sie denn vor?
00:28:39: Wie kann ich mir so einen Einzelsetting Vorstellen, um an diese unbewussten Konflikte von denen Sie ausgehen das die existieren ranzukommen.
00:28:50: Also was vielleicht sozusagen noch mal emotional schneller erfassbar ist, dass es hat ja alles mit Gefühlen und Emotionen zu tun.
00:28:58: also man kann so aus einer Perspektive drauf schon dass man sagt wenn Gefühle so unangenehm sind werden sie verdrängt.
00:29:06: Verdrängung ist ja ein Begriff dem erst einmal mittlerweile Alltagssprache habe ich verdrängend anstelle zu sagen, habe ich vergessen oder so.
00:29:15: Also wir können davon ausgehen wenn Gefühle sehr unangenehm werden die verdrängt.
00:29:18: und wenn sie ganz verdrängend sind, sind die auch nicht... Wenn ich den Patienten danach frage kann er mir das nicht sagen.
00:29:24: es ist ja verdrängen Und in der Therapie sieht es dann so aus dass Ich mich als Therapeut dafür interessiere.
00:29:31: also Im Gespräch achte ich darauf höre ich sowas heraus bei Erwachsenen, wenn ich mit Erwachsenden arbeite.
00:29:41: Dann um vielleicht so ein Beispiel zu sagen sieht man das ab und zu in Fehlleistung.
00:29:46: also im Versprecher oder im Witz oder im Traum kann sowas sein ja?
00:29:50: Also da das sind so Möglichkeiten wo sozusagen was vom Unbewusstsein mal kurz hoch kommt.
00:29:54: als Therapeut bin ich darauf geschult sozusagen da sehr feinfüllig das wahrzunehmen und kann dann damit arbeiten.
00:30:02: Jetzt springe ich mal zu den Kindern.
00:30:03: Bei den Kindern ist es so dass Kinder ihre innere Dynamik häufig im Spiel zeigen Also im Rollenspiel oder auch in Regelspielen, dass ich sozusagen viel im Verhalten ablesen kann.
00:30:16: Das heißt wir Kinder und Jugendlichen Therapeuten sind auch darauf geschult dann im Spiel so was zu erkennen.
00:30:23: also nehmen wir mal an ein Junge spielt mit mir Tisch Fußball Und es geht immer darum Wer das sagen hat wer die Regeln bestimmen kann entweder du oder Ich.
00:30:36: Das würde jetzt naheliegen, dass dann Kontroll unter Werfungskonflikt eine Rolle spielt.
00:30:40: Oder wenn es mehr so eine Note hat wer ist, der bessere du oder ich?
00:30:44: Dann könnte sein das ein Selbstwertthema.
00:30:45: damit drin steckt also immer eine Interpretation auch.
00:30:49: aber so kommt man dem dann nah.
00:30:54: Jugendliche zeigen es häufig im Verhalten Wenn ich Jugendliche frage Dass sich vielleicht gar nicht so viel Antwort bekomme aber ich eben das im Verhalten sehen kann.
00:31:04: Wir nennen es auch die Symptomatik oder die innere Dynamik wird ausagiert, da ist dann immer die stationäre Beobachtungsdiagnostik, nennen wir das.
00:31:14: Die Jugendlichen sind ja bei uns die ganze Zeit auf Station, sodass wir ganz viel mitkriegen und die Kollegen vom Pflege- und Erziehungsdienst sozusagen unsere Ohren und Augen sind weil sie ganz viel Mitbekommen.
00:31:24: Aber darf man sich jetzt nicht so vorstellen dass wir jetzt die Jugendlichen so ausspionieren?
00:31:27: So fühlt sich das nicht an sondern Wir erleben ja im Alltag mit denen gemeinsam sozusagen und teilen auch unsere Beobachtung.
00:31:34: Und fragen danach,
00:31:37: genau?
00:31:37: Genau das wäre jetzt aber dann auch meine nächste Frage wenn jetzt mehrere aus dem Team zu die gleichen Beobuchtungen machen und so vielleicht sie dann noch anfangen da Hypothesen aufzustellen?
00:31:49: wie gehen Sie denn damit um?
00:31:50: also ist es irgendwann der Punkt dass sie den Kindern und Jugendlichen gegenüber dann ansprechen und sagen ich habe das Gefühl oder wie läuft das ab?
00:32:00: Genau, also wir machen es so die erste Zeit ist Diagnostikzeit.
00:32:04: Da beobachten wir ganz viel und stellen dann eben auch unsere Hypothesen auf.
00:32:07: Und am Ende der Anamnese-Zeit machen wir ein Therapieplanungsgespräch mit einer Klassischer analytischen Begriff aus den analytischen Instituten.
00:32:18: wenn das bei uns zweitsicht bedeutet dass sozusagen in erfahrener Therapeut eine zweite Sicht zur Verfügung gestellt noch mal drauf schaut Das machen dann meine leitenden Therapeuten oder ich gemeinsam mit dem Team, die mit dem Jugendlichen oder dem Kind zusammen gearbeitet haben.
00:32:37: Und dann machen wir es so dass wir erst gemeinsam wie eine Art Mini-Konferenz haben von einer halben Stunde bis Stunde wo wir unsere Ergebnisse zusammentragen und eine Hypothese entwickeln.
00:32:49: Dann holen wir Kinder und Jugendliche zum Gespräch dazu gehen darüber ins Gespräch, was das Ergebnis der Diagnostik ist.
00:33:01: Und da teilen wir eben auch mit welchen Diagnosen wir festgestellt haben und stellen auch einen Teil der Arbeitshypothese zur Verfügung.
00:33:14: Wenn ich das mache, mache ich das häufig so dass sich das mit den Jugendlichen zusammenentwickeln.
00:33:20: also ich habe ja vor Informationen sozusagen und weiß welche Hypothese wir aufgestellt haben.
00:33:27: Beim psychodynamischen Fokus ist es eigentlich nicht üblich, dass man dann sagt hier übrigens und das haben wir uns jetzt genau überlegt weil es ja eine Hypothese.
00:33:35: Aber ich versuche dann sozusagen... Ich mache mehr mit Jugendlichen die Zweitsicht, weil in dem Bereich sozusagen meine Arbeitszeit auch habe, dass sich dann versuchen Teile der Hypothesen gemeinsam zu entwickeln und schaue ob da was dran sein könnte.
00:33:52: ...
00:33:53: mit einem Vorschlaghammer, sondern eher so im Gespräch.
00:33:58: Dass sie auch eher versuchen die Person selbst draufzubringen
00:34:02: oder?
00:34:02: Ja und dann fragend also so... Wir haben uns da Gedanken gemacht könnte es sein das.
00:34:09: Also wenn ich jetzt mal das Beispiel nehme mit... Ich hatte gerade das Beispiel mit denen wo's immer wieder zu Grenzverletzungen gekommen war in der Vergangenheit dass dann man zur Verfügung stellen könnte.
00:34:22: Wir haben uns das nochmal genauer angeguckt und ich habe gehört, dass es immer wieder Schwierigkeiten gab in der Schule.
00:34:27: Kannst du mir davon noch mal erzählen?
00:34:29: Dann sind wir ja im Gespräch und dass man dann zum Beispiel die Pothese anbieten könnte.
00:34:34: Ich frage mich ob damit eine Rolle gespielt haben könnte, dass die anderen sich dann häufiger verletzt gefühlt haben oder du dich häufig verletzgefühlt hast.
00:34:42: Und ich glaube, es wäre wichtig in der Therapie, dass wir genau dahin schauen, dass Wie funktioniert das eigentlich mit den Beziehungen?
00:34:51: Warum kommt's da immer wieder so zu Streit, wie können wir das in der Therapie gut hinkriegen, dass es zu weniger Streit kommt.
00:34:58: So zum Beispiel
00:34:58: ... Wenn Sie sagen, es gibt jetzt verschiedene Hypothesen, Sie haben sich als Team Ihre Gedanken gemacht, teilen das den PatientInnen mit.
00:35:06: Die können damit gehen irgendwie und sehen auch okay an dieser Stelle könnten wir tatsächlich zusammenarbeiten.
00:35:13: Wie gehen sie dann weiter vor?
00:35:15: Also eine psychodynamischen Psychotherapie In einer stationären psychodynamischen Psychotherapie machen wir es auch so, dass wir mit den Patientin-Therapiefokus gemeinsam festlegen.
00:35:26: Also was sind deine Therapieziele?
00:35:29: Dass die auch eben konkret sind nachvollziehbar und positiv formuliert.
00:35:34: Und dann vereinbart wird okay und über diese Themen sprechen wir in der Einzeltherapie.
00:35:39: Wir sehen uns dreimal die Woche für eine halbe Stunde zur Einzelpsychotherapie.
00:35:49: Und wenn dann zum Beispiel das Thema ist, es kommt immer wieder zu Konflikten mit anderen und dann gucken wir uns genau diese Sequenzen an.
00:35:57: Bringe mir das mit was auf Station mit den anderen passiert und dann sprechen wir darüber.
00:36:01: oder ich höre ja Wir arbeiten ja im gesamteam multiprofessionellen Team.
00:36:04: Ich höre auch von meinen Kolleginnen in der Übergabe Ja Was so passiert ist dass sich als Therapeutes auch aktiv mit reinbringen.
00:36:15: Genau Es gibt also verschiedene psychodynamische Fokaltherapien mittlerweile, die auch gut beforst sind.
00:36:26: Gibt es bei Zwangsstörungen, Beangstörungen zum Beispiel wo man auch sehr konkret an den Themen arbeitet?
00:36:33: Also ich hatte vor allem das zentrale Beziehungskonflikt Thema.
00:36:36: dass ist so dieses Ich wünsche mir so sehr voll in anderen gesehen werden.
00:36:40: Ich habe aber Angst entwertet zu werden.
00:36:42: deswegen ziehe ich mich zurück.
00:36:46: Das nennt man dann, wenn man das mit Kindern bearbeitet Angstformel.
00:36:48: Das nennte man noch so.
00:36:50: Arbeitet diese Angstformeln heraus und daran arbeiten wir jetzt in den nächsten fünfzwanzig Sitzungen zum Beispiel.
00:36:56: also es ist sehr konkret.
00:36:58: Aber wie können Sie versuchen mir das genauer zu beschreiben?
00:37:01: Wie schaffen sie es daran zu arbeiten?
00:37:04: weil sie können doch vor Ort erst mal keine korrigierende Erfahrung machen oder ich meine wenn das tief sitzt dass andere mich vielleicht mal abgewertet haben und das im Unbewussten schlummert.
00:37:14: Wie kommen Sie daran?
00:37:16: Das kann man besonders gut dann machen, weil wir sozusagen an zwei Stellen ... Es kann sich das wiederholen.
00:37:22: Es kann es sich einmal mit den Patienten wiederholern.
00:37:24: Dann haben wir das Thema sozusagen Aufstation.
00:37:27: also das Thema, mit dem ein Patient kommt, wiederholt sich in der Kontaktgestaltung mit den anderen Und es kann sich sogar in der therapeutischen Beziehung wiederholten, weil die Befürchtungen beschämt zu werden.
00:37:40: Das ist ja so ein zentrales Thema.
00:37:42: dann, da kann man davon ausgehen dass es auch gegenüber der Therapeutin oder dem Therapeuten ist und genau an den Stellen kann es dann zu korrigierenden Beziehungserfahrungen kommen mit den Gleichaltrigen und auch mit der Therapeutin und Theraapeuten und das ist ja schulenübergreifend hochwirksam aufs Verhaltenstherapie systemisch oder psychodynamisch-psych analytisch ist wenn es zu korregierenen Beziehungserfahrungen kommt.
00:38:06: Wenn uns das gelingt wenn wir das rechtzeitig sozusagen sehen und das ist eigentlich die Regel, dass sich die Themen wiederholen.
00:38:15: Das ist toll!
00:38:16: Also das macht so Spaß auch in der Therapie weil dann die Kinder- und Jugendlichen selber merken als bringt was sie merken selbst auch eine Veränderung.
00:38:24: Dann kommt es vielleicht nochmal zu einer Wiederholung und noch mal, das nennen wir dann durcharbeiten.
00:38:29: aber das ist total wirksam.
00:38:33: Bevor wir nochmal auf andere Aspekte Behandlung bei Ihnen auf Station eingehen, würde ich so einen kurzen Break machen wollen und zwar mit einem kleinen Assoziationsspiel.
00:38:45: Ich nenne ihn Begriffe und Sie können darauf reagieren wie sie wollen entweder mit einem Begriff oder einem Halbsatz.
00:38:51: Okay!
00:38:52: Mal gucken... Ich starte mit Kindheit
00:38:58: Basketball
00:39:00: Schulzeit
00:39:02: Band
00:39:03: Mobbing
00:39:08: Schwieriges Thema.
00:39:11: Als ich selber damit mehr im beruflichen Kontext beschäftigt war.
00:39:16: Habe ich mich natürlich auch gefragt, was habe ich damals mitbekommen?
00:39:20: Wo vielleicht auch Mobbing stattgefunden hat?
00:39:22: aber früher hab man es noch nicht so genannt.
00:39:24: und wie hätte ich reagiert?
00:39:26: oder wie habe ich reagierten?
00:39:27: also ich mich erinnere kein wirklich heftiges Mobbing erlebt miterlebt zu haben in meinem Freundesbekanntenkreis oder jetzt in der Schule.
00:39:36: Aber natürlich fallen eine Situation ein wo man sich dann nachher fragt Wie ist es dem oder dem dann gegangen?
00:39:42: vielleicht?
00:39:44: Und das ist schon ein Thema, was wir... Jetzt antworte ich zu lang glaube ich für Assoziation.
00:39:53: Wir haben schon viele Kinder und Jugendliche, die mit dem Thema kommen.
00:40:03: Wenn sich so eine Art Dynamik sozusagen auch in der Gruppe entwickelt, gehen wir da aktiv mit um und sprechen das an einer Gruppentherapie an.
00:40:12: Das ist für alle eine besondere Herausforderung.
00:40:13: ... die das Gefühl haben, gemobbt zu werden.
00:40:17: Für die... ...die mobben oder vermeintlich mobben und für die, die beurachten.
00:40:23: Das ist für alle eine besondere Herausforderung.
00:40:25: Und wenn das gelingt aber ins Gespräch zu bringen, ist es auch wieder häufig sehr wirksam für alle Beteiligten.
00:40:31: Auch nicht selten so dass vielleicht welche, die die Erfahrung gemacht haben im negativen Sinne dann zu welchen Werden die dann... ...das Wiederauch ausleben.
00:40:46: Das ist ein wichtiges Thema, wo wir auf Station immer gut gucken.
00:40:50: Haben wir nicht so häufig zum Glück?
00:40:53: Wenn wir davon ausgehen die Dynamiken wiederholen sich bei uns dann sind wir natürlich auch darauf vorbereitet oder feinfühlig wenn sich eine Dynamik entwickeln könnte.
00:41:05: Wie kommen wir gerade während Sie das so erzählen noch mal eine Frage in den Kopf und zwar kriegt man das ja eigentlich regelmäßig mit, dass heute erwachsene Personen von Mobbing in der Schulzeit sprechen.
00:41:18: Und es da so einzelne Situationen gibt die die noch total beschäftigen.
00:41:21: Ich frag mich gerade wie sinnvoll es wäre wenn umgekehrt eine Person jetzt mehr Erwachsenenalter von sich mitbekommt?
00:41:31: Oh ich habe vielleicht den ein oder anderen gemobbt und jetzt reflektierter unterwegs ist und sagt oh vielleicht ist damals was hängen geblieben.
00:41:39: Glauben Sie, dass das nach Jahrzehnten heilsam wäre wenn da eine Entschuldigung kommt?
00:41:46: Spontan würde ich sagen ja.
00:41:48: Das steckt ja total viel drin.
00:41:50: also Da hat sich jemand Gedanken gemacht Derjenige der vielleicht lange.
00:41:56: Also Nehmen wir mal von demjenigen aus der vielleicht normal wurde Und dann nimmt er andere Kontakt mit ihm auf Mensch haben wir das so Gedanken zugemacht und entschuldigt sich.
00:42:07: Hat ja jemand an einen gedacht und entspricht sich?
00:42:10: das ist schon.
00:42:11: Könnt ihr mir vorstellen, dass das eine Wirkung hat?
00:42:16: Ich finde es manchmal erstaunlich wie... Also das ist glaube ich Menschen egal welchen Alters nicht bewusst ist.
00:42:24: Wenn die manchmal so was raushauen, was das für Spuren hinterlassen kann auch über einen langen Zeitraum.
00:42:28: Ich habe mich gerade letztens mit jemandem unterhalten, der erzählt hat im Jugendlichen Alter wollte sie in der Schule eigentlich ging's um die Einteilung für den Chor, Schulchor irgendwie.
00:42:40: Da wurde so ein bisschen... Ja, du ja, du nein.
00:42:43: Du ja, tu nein und sie hat dann halt einen Nein abbekommen.
00:42:47: Und das ist irgendwie vor zwanzig Jahre her oder so.
00:42:50: Und es immer noch präsent.
00:42:52: also auch im Sinne von euch trau mich gar nicht richtig zu singen.
00:42:54: ich kann das ja offenbar gar nicht.
00:42:57: Ist was wo Sie sagen okay auch da kann man nach Jahrzehnten theoretisch noch eine korrigierende Erfahrung machen?
00:43:06: Das ist jetzt ja nicht pathologisch, da hat sich ja nichts daraus entwickelt.
00:43:09: Aber trotzdem wenn es einen beschäftigt und vielleicht auch übertragen wird auf andere Situationen?
00:43:15: Also das kann ich mir vorstellen individuell sehr unterschiedlich.
00:43:20: aber allein schon sich damit zu beschäftigen und damit etwas zu machen und eine höhere Wirksamkeit oder Wirkmächtigkeit wiederzuerfahren.
00:43:28: Das könnte ich mir vorstellen ist total hilfreich.
00:43:30: also Das sind ja mal so Situationen.
00:43:34: Es könnte an ihr auch ansporn, dann gerade weiter zu singen.
00:43:40: Musste grad an einen Musiker, der eigentlich früher mal gehört habe.
00:43:44: Der ist bei verschiedenen Musikhochschulen abgelehnt worden und war dann zumindest in Zeit lang ziemlich erfolgreich mit ein, zwei Pop-Alben.
00:43:53: Und das hatte ihn angespornt.
00:43:58: Die analytische Idee könnte so ein bisschen sein... Wir haben so einen selbst oder so nicht und es gibt so ein ich ideal, wie ich gerne wäre.
00:44:07: Und wenn dann man so eine negative Rückmeldung bekommt, dann macht das erst mal was mit dem Selbstwert?
00:44:13: und Dann ist man nicht bei dem ich ideal wo man eigentlich gerne wäre und Das kann sehr kränken und sehr beschämt sein.
00:44:22: Es kann aber auch ein Entwicklungsmotor sein.
00:44:25: jetzt hat's nicht geklappt Aber beim nächsten Mal will ich in die Richtung was probieren.
00:44:30: Ja, aber das kennen glaube ich alle.
00:44:32: Dass man so ein paar Themen aus der Schulzeit noch hatte und man ... Das ist halt eine sehr vulnerable Zeit.
00:44:39: auch da passiert total viel.
00:44:41: Man ist sowieso viel mit dem Selbstwert und mit der Identität beschäftigt So in Adolescence und Pubertät Und genau dass Wenn mal ne Umfrage machen würde hätte sicherlich jeder da irgendwelche Themen zu erzählen wenn sie nicht komplett verdrängt sind
00:44:59: Okay, ja.
00:45:00: Aber ist es dann eigentlich auch möglich gut durchs Leben zu kommen und die verdrängten Sachen einfach verdrängt zu lassen?
00:45:07: Unbedingt!
00:45:07: Also wenn wir nicht verdrängen könnten, dann können wir beide uns jetzt hier gar nicht unterhalten werden mit so vielen Themen beschäftigt dass wir uns gar nicht konzentrieren konnten.
00:45:15: also Verdrängung ist total wichtig das nicht immer nur alle möglichen Gefühle auch dann vielleicht eine Rolle spielen.
00:45:24: Es wird ja nur zum Problem, wenn da sozusagen ungelöste Konflikte oder Strukturelle Schwierigkeiten sind, dass sich dann so verschiedene Gefühle an Stellen melden, wo man die gerade nicht gebrauchen kann oder es immer wieder zu Beziehungsverwicklungen oder Verstrickungen kommt.
00:45:46: Dass man nicht gut machen kann, den man gerne machen möchte.
00:45:49: Dann wird sie ein erster Problem.
00:45:54: Kommen wir nochmal zurück?
00:45:56: zur Behandlung bei Ihnen.
00:45:58: Wir haben jetzt eben schon relativ viel über Einzelsetting gesprochen, aber Sie meinten schon das ist natürlich nicht das einzige Angebot.
00:46:06: was wird bei Ihnen noch alles angeboten um den Kindern und Jugendlichen zu helfen?
00:46:11: Was ist da Bestandteil der Therapie?
00:46:14: Da würde ich gerne nochmal den Bogen schlagen.
00:46:17: zu gerade als wir darüber gesprochen haben wie funktioniert die Einzelpsychotherapeut habe ich nämlich einen wichtigen Punkt vergessen.
00:46:23: und dann passt es ganz gut zu den anderen Angeboten der psychodynamischen oder analytischem Therapie wird ab und zu so vorgeworfen.
00:46:32: Oder ja, es ist eine Annahme als wenn man sozusagen nur an Anführungsstriche spricht oder bei Kindern spielt und das passiert alles nur in dem Raum.
00:46:45: aber gerade bei Ängsten ist es total wichtig dass eben auch man sich den Ängstens stellt also dass man sich draußen den Herausforderungen stellt.
00:46:53: Und das passiert in einer psychodynamische Psychotherapie genauso wie in der Fallenstherapie Das hat Freud vor über hundert Jahren schon gesagt, die Angst muss auf der Straße behandelt werden oder angegangen werden.
00:47:04: Das wird häufig vergessen.
00:47:05: also das ist auch ein Teil den ich jetzt auch gerade interessanterweise vergessen hatte dass das immer mit Teil auch ist auch in den Einzeltherapies Settings zu schauen.
00:47:15: und wo willst du das jetzt draußen ausprobieren?
00:47:18: Was ist der nächste Schritt?
00:47:19: Wo willst du dich dem stellen?
00:47:21: Und es wird ganz aktiv angegangen und da helfen uns verschiedene Komplementär-Bereiche in der Klinik, dass wir dann eine Gruppentherapie haben.
00:47:30: Wo man sozusagen als ... wo die Jugendlichen dann als Gruppe her zusammenkommen.
00:47:34: Man sich dem den Gleichaltrigen stellt und das ist so eine Stelle, wo wir auch verschiedene andere Verfahren kombinieren.
00:47:46: Dass wir einen Angstbewältigungstraining haben, wo aus v.a.
00:47:49: therapeutischer und psychodynamischer Sicht drauf schauen SKT-Training, soziales Kompetenztraining.
00:47:55: Das machen zwei sehr engagierte Kollegen bei uns.
00:47:59: Dann haben wir aber auch so ganz andere Elemente wie Körpertherapie, Ergotherapie mit drin wo sozusagen über andere Sinneskanäle auch noch mal die Kinder und Jugendlichen erreicht werden können.
00:48:12: Wir haben eine Kollegin, die macht tolle Arbeit mit dem Hund also Hundertherapie.
00:48:16: Die Kinder haben die Möglichkeit auch Reiterapi zu bekommen.
00:48:21: das sind so weitere Bausteine, die vereinbaren können.
00:48:25: Wir haben aber auch, wenn Jugendliche zu uns kommen, die mit einer Borderline Symptomatik zu tun haben arbeiten wir neben dem psychodynamischen Fokus mit einem DBT-Fokus.
00:48:35: das ist ja verhaltenstherapeutisch.
00:48:38: Sagen Sie
00:48:38: einmal, DBT Dialektisch-Behäivirale Therapie?
00:48:40: Ja genau danke.
00:48:42: Genau wo es darum geht.
00:48:44: okay wie kann ich Techniken erlernen wie ich mit meiner Stressbewältigung besser umgehen kann?
00:48:49: was Was kann ich für Techniken anwenden, wenn ich zum Beispiel Selbstverletzungsdruck habe?
00:48:55: Dass ich mich nicht selbst verletzen muss sondern das anders regulieren kann.
00:49:00: Genau!
00:49:00: Das muss man als Psychoanalytiker neidlos anerkennen.
00:49:04: Das haben die Vereinten Therapeuten toll gearbeitet.
00:49:07: Es war auch immer schon Thema in den psychodynamischen Verfahren.
00:49:11: aber DBT ist wunderbar herausgearbeitet und das kann man wunderbar kombinieren.
00:49:19: Sie haben sie jetzt eben schon angesprochen, die Gruppentherapie.
00:49:21: Ich hatte Ihnen vorab so eine Art Steckbrief zukommen lassen unter anderem mit der Frage was denn Ihr Lieblingsplatz in der Klinik ist und einer von denen ist wohl die Gruppentherapie?
00:49:35: Ja genau.
00:49:35: Warum?
00:49:35: Was finden Sie an der Gruppenterapie so gut?
00:49:39: Ich glaube so zwei Punkte einmal ist der Punkt wo ich am meisten klinisch oder therapeutisch arbeiten kann und dann mitzuerleben, wie wirksam Gruppe ist.
00:49:50: Das motiviert als Therapeut einfach ungemein.
00:49:54: also wenn wir davon ausgehen dass bei Jugendlichen die Peer Group die entscheidende Gruppe isst Dann ist es ja naheliegend auch zu denken das was in der Gruppentherapie was die Jugendlichen da untereinander besprechen hochwirksam ist Und das ist meine Erfahrung mit Gruppenterapien mit Jugendlichen Wenn es gelingt, dass die Themen in der Gruppe miteinander besprochen werden.
00:50:22: Dass das hochwirksam ist.
00:50:25: Also wenn Jugendliche in die Klinik kommen, die lange keine gute Erfahrung mehr mit Leichaltrigen hatten da die Gruppenkursion und ein Zugehörigkeitsgefühl dann sowas wie die Themen teilen zu können zum Erken.
00:50:41: auch andere beschäftigt das auch.
00:50:43: Das kann wieder selbstwertsteigernd wirken oder die Jugendlichen mit dem Thema reinkommen hier, ich muss das mal mit euch besprechen.
00:50:49: Ich habe da die und die Probleme.
00:50:50: dann sich das gemeinsam angeschaut wird vielleicht auch mit so einem Ratschlag und dann die Jugendliche davon wieder erzählen ob es funktioniert hat.
00:51:02: Das ist toll!
00:51:04: Und toll ist auch wenn in der Gruppentherapie sozusagen sich die Themen der Jugendlichen spielen sie sich natürlich auch rein Und wenn dann hier und jetzt miteinander Dinge geklärt werden können.
00:51:17: Also, wenn zum Beispiel in der Gruppentherapie es auch dazu eine Rupture-Situation kommt vielleicht zu einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Teilnehmern und den es gelingt darüber zu sprechen und sich gegenseitig Rückmeldung zu geben.
00:51:32: also ich mache eine psychoanalytisch interaktionelle Gruppe.
00:51:34: da ist ein zentrales Thema.
00:51:36: sich authentisch auch Rückmeltungen zu geben macht mir groß und Spaß.
00:51:43: Und es ist toll, wenn die Jugendlichen davon profitieren.
00:51:48: Lassen Sie uns gerne noch mal kurz zum Thema Schule kommen?
00:51:53: Jetzt sind ja die Kinder und Jugendlichen mehrere Wochen in der Regel bei Ihnen auf Station.
00:51:58: wie läuft das da mit der Beschulung?
00:52:01: Genau also wir haben in Niedersachsen ist es so organisiert dass wir Abgeordnete Lehrer von den Schulen in der Umgebung haben mit an gewissen Stunden Kontingent.
00:52:10: Das heißt, die Kinder und Jugendlichen, die zu uns kommen, werden bei uns in der Klinik beschult.
00:52:16: Wir versuchen... Also jedem Kind steht ein gewisser Stundensatz zur Verfügung.
00:52:21: Und wir versuchen sozusagen über Gruppenunterricht, die Stundenanzahl zu erhöhen.
00:52:28: Und so dass sie vor allem die Hauptfächer aber auch einige Dempfächer weiter unterrichten können.
00:52:36: Die Therapie ist bei uns so aufgebaut, wir nennen das sehr langes kompliziertes Wort vielleicht Belastungssteigerungstherapy.
00:52:42: Also es ist am Anfang ja eine Belastung überhaupt schon mal aufgenommen zu werden, haben wir von drüber gesprochen.
00:52:47: und wenn das erst einmal geschafft ist und sozusagen gewisse Ruhe einkehrt, vielleicht auch die Symptomatik schon etwas zurückkommt weniger Ängste da sind weil man sich in der Gruppe schon auskehrt und man sich ganz wohl fühlt dann kommt Und in der Schule bei uns jetzt in der Beschulung zurecht kommt dann kommen so langsam den nächsten Schritt dass man sich auch außerhalb der Klinik ausprobiert.
00:53:08: Wir machen das ab und zu erst mal in Form eines Praktikums bei Firmen in der Umgebung, dass man erstmal ein Praktikum macht und dann ist aber in der Regel das Fernziel einen Außenschulversuch also eine Schulreintegration.
00:53:24: Dass man in die eigene Schule, in die eigene Klasse wieder zurückkommt?
00:53:27: Entweder in die eigenen Klasse oder weil jetzt wir in Tiefenwohnen überregional aufnehmen kann es auch sein, dass die Patienten von weit her kommen.
00:53:36: Da sind wir in Kooperation mit einigen Schulen in Göttingen und Umgebung und das nennen wir dann Aus- und Schulbelastungsversuch.
00:53:42: also ist nicht die Heimatschule sondern Es kann eine Gesamtschule oder Gymnasium zum Beispiel hier in der Umgebungen sein Und dann sind unsere Patientinnen sozusagen Gastschüler In der Schule und Dann können wir aber sozusagen diesen Entwicklungsschritt einbauen.
00:53:57: Also die Aufgabe sozusagen Kinder und Jugendlichen haben, ist dann die Therapiefortschritte, die sie gemacht haben im sicheren stationären Kontext.
00:54:07: Dann draußen auszuprobieren.
00:54:09: Boah, wie ich stelle es mir brutal schwer vor in eine fremde Schule?
00:54:12: In einer fremden Klasse ... Es ist ja um ein Vielfaires schwerer als an die eigene Schule zurückzugehen oder?
00:54:19: Einerseits Ja auf der anderen Seite vielleicht aber auch Nein.
00:54:22: Wenn man sich dann denkt, die sehe ich jetzt für die Zeit und danach nie wieder Ich nehme das jetzt als Aufgabe Habe ich jetzt gerade wieder mehrere Jugendliche im Kopf, wo das sehr gut gelungen ist.
00:54:36: Die sozusagen auch mit diesem okayen Nimmersatz-Herausforderung und ganz häufig ist es so dass sie dann erzählen, das war total nett die anderen haben mich gleich angesprochen setze ich doch zu.
00:54:45: uns und Jugendlichen interessieren sich ja voreinander So dass häufig die Angst vor diesem Schritt, viele haben erst mal Angst dann davor.
00:54:53: Wir bereiten das gut vor und begleiten das und so.
00:54:56: Dass es häufig viel besser läuft als erst gedacht weil eben auch die anderen Jugendlichen sich für die neuen Jugendlichen interessieren.
00:55:03: Ja cool!
00:55:08: Ganz allgemein noch einmal für die Behandlungszeit gesprochen Welche Rolle spielen denn die Eltern?
00:55:17: Auch das ist so ein bisschen von dem Entwicklungsalter abhängig.
00:55:20: Bei den Kindern machen wir in der höheren Frequenz Elternarbeit, Elterngespräche bei den Jugendlichen mit etwas mehr zeitlichem Abstand aber auch da für regelmäßig Gespräche.
00:55:34: also wir haben einen Ideal auf der Kinderstation machen wir einmal im Monat und Eltern Samstag.
00:55:42: Das ist auch Pflicht für alle Eltern.
00:55:45: Eltern, die sich dafür entscheiden, die Behandlung bei uns zu machen.
00:55:49: Die haben die Informationen vorher, die wissen das und dann ist einmal im Monat-Elternsammensack wo mit den Eltern Gruppe stattfindet Einzelgespräche und alle zwei Wochen dazwischen.
00:56:01: also dass nun alle zwei Woche sind Elterngespräche bei den Einzeltherapeuten.
00:56:06: Bei den Jugendlichen machen wir es so, dass wir mindestens einmal im monateltern Gespräche machen Und da machen wir's sehr abhängig davon was die Jugendlichen sich auch vorstellen kann.
00:56:16: Also es gibt Situationen, wo Jugendliche erst mal sagen, nee mit meinen Eltern will ich jetzt erstmal nicht arbeiten.
00:56:20: Dann akzeptieren wir das auch erstmal.
00:56:23: wenn wir aber sehen, da werden wichtiges Thema was wir gemeinsam besprechen werben wir dafür?
00:56:28: Es gibt auch Jugendliche die dann eher schneller bereit sind oder für wie auch sagen okay dass ein wichtiges transgenerationales Thema dass wir auch da alle zwei Wochen Eltern Arbeit machen genau aber wir denken immer die Familie mit.
00:56:43: Und wann ist so?
00:56:45: der Punkt oder was muss in Anführungszeichen erfüllt sein, dass Sie sagen okay wir können die Entlassung planen?
00:56:55: Wenn eine ausreichende Symptomen-Reduktion stattgefunden hat und eine ambulante oder tageslinische Behandlung ausreichen würde.
00:57:04: Also unsere Aufgabe stationär ist Jugendliche und Kinder soweit fortzubereiten das sie uns sozusagen nicht mehr brauchen.
00:57:11: Dass dann eine ambulant oder tagesklinische Und dafür müssen wir eine ausreichend gute Symptomreduktion erzielen.
00:57:20: Auch so, und das partizipieren wir ... Wir kennen dann ja sozusagen über diese Belastungsschritte können wir ganz gut einschätzen wie ... Das ist ja wie so Mini-Schwellensituationen die wir haben.
00:57:31: Können wir so ganz gut anschätzen.
00:57:33: aber es würde passieren wenn wir jetzt diesen Schritt Richtung Entlassung gehen?
00:57:36: Das besprechen wir auch mit unseren Patientinnen um den Familienumgang Gefühle zu kriegen Und wenn nicht die Gefahr besteht, dass es wieder zu einer Krise oder zu einer so starken Symptomzunahme kommt, das derjenige zum Beispiel nicht mehr alleine in die Schule gehen kann.
00:57:52: Dann ist es soweit.
00:57:54: Okay und wenn es dann soweits ist?
00:57:58: Das ist schon meine letzte Frage.
00:58:00: Oh,
00:58:00: Zeit ging schnell!
00:58:02: Wie verabschiedet sie sich von ihren Patienten?
00:58:05: Gibt's da einen Satz den Sie immer sagen oder wie läuft das?
00:58:11: Nee, das habe ich nicht.
00:58:12: Das ist mal sehr unterschiedlich.
00:58:16: Ich lass meistens noch mal so die Zeit Revue passieren.
00:58:19: Und es ist meistens eine Mischung, dass ich nochmal eine Rückmeldung gebe, das vorher nachher, dass Kinder und Jugendlichen auch sozusagen eine Rückmeldung von mir bekommen.
00:58:34: Ja vielleicht auch sowas was total gut erreicht worden in der Therapie, dass man vielleicht darüber spricht, was noch nicht erreicht worden ist.
00:58:40: Es ist auch wichtig finde ich, dass Patienten das sagen.
00:58:43: Nicht an dem Motto ja alles jetzt gut, alles fein, sondern dass man wirklich kritisch auch zusammenschaut.
00:58:47: Schön ist natürlich, wenn das positiv überwiegt.
00:58:49: Ist klar.
00:58:51: und was aber vielleicht noch wichtiger ist ja die Verabschiedung von der Gruppe dann wieder oder von den Gleichaltrigen und auch von der Station vom Bezug.
00:58:58: Das sind ganz entscheidende Ja, Menschen im Leben dann ja der Patientin geworden.
00:59:03: Und das läuft bei uns eigentlich mehr so über Rituale also dass dann auch ein Verabschiedungskochen oder einen Verabchiedungscafé trinken.
00:59:10: Wir haben Verab schiedungsbuch wo reingeschrieben wird Dann haben wir diese ganzen Gruppenrunden wo sicher auch verabschiebt wird.
00:59:16: Also Abschied wird zelebriert bei uns.
00:59:18: Also sagen wir ausreichend vorher den Kinder und Jugendlichen Bescheid.
00:59:23: So Jetzt geht es langsam in die Verab- schiedungsphase und diese Rituelle helfen.
00:59:29: Es ist häufig leicht, da so einen Kaffee trinken gemeinsam zu machen als dann ... wie finde ich jetzt die richtigen Worte?
00:59:35: Also auf Handlungsebene halt auch bei Kindern und Jugendlichen eben.
00:59:38: Auf Handlungseebene viel miteinander aushandeln.
00:59:44: Beim Thema Kaffe fällt mir nur gerade ein... Sie meinten sie sind auch dringend gerne.
00:59:48: ne?
00:59:48: Ja unbedingt
00:59:49: ja!
00:59:49: Okay, dann lassen Sie uns doch jetzt tatsächlich Schluss machen und einfach noch einen Koffe trinken.
00:59:54: Würde mich freuen!
00:59:55: Vielen Dank fürs Gespräch.
00:59:57: Danke!
00:59:57: Ja
00:59:57: vielen Dank hat Spaß gemacht.
00:59:59: Das war's schon wieder mit, was heißt ihr gestört?
01:00:02: Den Podcast aus der Psychiatrie über Psychiatri.
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